Jul 02 2009

Mach mich alle!

hightech_mulltonneMobilfunknetze lassen sich ja mittlerweile für vielerlei Dinge einsetzen, die über das normale Telefonieren hinaus gehen (siehe auch einen meiner letzten Beiträge: „Bei Anruf: Licht“). Dass diese bald auch den städtischen Müllabfuhren tatkräftig unter die Arme greifen können, beweist ein interessantes Vorhaben aus den USA.

Das amerikanische Städtchen Somerville plant nämlich, insgesamt 50 Mülltonnen per SMS zu vernetzen. So sollen die Müllschlucker zukünftig per Mobilfunk eine Meldung geben, wenn diese fast voll und somit bereit zur Entleerung sind. Auf diesem Weg würde eine Entleerung immer zum idealen Zeitpunkt stattfinden – mit einigen Vorteilen: die Umwelt wird geschont, der Verkehr in der Innenstadt reduziert und jährlich 14.000 Dollar in Form von Personal- und Spritkosten eingespart.

Wer sich jetzt fragt, warum dieses Konzept ausgerechnet die Umwelt schonen soll – wo doch durch die Produktion und Inbetriebnahme der SMS-Tonnen zusätzliche Belastungen entstehen – dem sei folgendes erklärt: Bei den Somervill’schen Mülltonnen handelt es sich nicht um gewöhnliche Müllschlucker, sondern echte High-Tech-Exemplare. High-Tech deshalb, weil diese über eine Müllpresse verfügen, die den Inhalt vollautomatisch komprimiert und somit die Aufnahme von fünfmal mehr Abfall als bei herkömmlichen Modellen ermöglicht. Darüber hinaus wird das System von Solar-Panels betrieben, die auf den Deckeln der Mülltonnen angebracht sind.

Mülleimer, die SMS versenden, wenn sie entleert werden müssen – warum eigentlich nicht? Sicher auch ein nettes Gimmick für den privaten Hausgebrauch. Problematisch wird es erst, wenn die Müllschlucker auch verraten, was genau alles in ihren Schlund geschoben wurde. In diesem Fall würde es auf Fragen wie die folgende eine schnelle Antwort geben:
„Schatz, hast du wirklich nicht meinen pinkfarbenen Lippenstift gesehen, den du so schrecklich findest?“

(Bildquelle: www.spiegel.de)

Jun 29 2009

Superlativen

Thema heute: Superlative. Im Allgemeinen versteht man darunter die höchste Stufe einer Steigerung, also etwas nicht Überbietbares. Im Bezug auf das World Wide Web dagegen könnte man darunter den Stromverbrauch verstehen, der durch das Eingeben von Suchanfragen, das Ansehen von Bildern und Videos und mehr verursacht wird.

Erst vor kurzem warnte die britische Zeitung „The Guardian“ davor, dass der Stromverbrauch des Internets viel zu hoch sei. Hauptursache dafür sind all die Rechenzentren, die das Internet am Leben erhalten. Genaue Zahlen lassen sich allerdings nicht herausfinden – aber Schätzungen. Und die sehen laut eines aktuellen Spiegel-Berichts so aus: weiterlesen »

Jun 26 2009

Home sweet Home

Sie ist ca. 4,6 Milliarden Jahre alt, verfügt über einen Durchmesser von mehr als 12.700 Kilometern, ist extrem schön – aber auch extrem gefährdet: unsere Erde. Wie schön und wie bedroht unser aller Heimat ist, wird zurzeit eindrucksvoll im 90-minütigen Film „Home“ demonstriert.

home

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Jun 24 2009

Zuckerbrot statt Peitsche

Es gibt da ein Sprichwort, das lautet ungefähr so: „Lob ist ein Mittel, einen Menschen dahin zu bringen, dass er es verdient.“ So etwas Ähnliches dachte sich wohl auch die von IT-Unternehmen für Rankinglisten namens „Preisverleihung für die größten Umweltsäue“ gefürchtete Umweltschutzorganisation Greenpeace…

Da Lob anscheinend mehr anspornt als Tadel, rief Greenpeace nun eine internationale Kampagne mit Namen „Cool IT“ ins Leben. weiterlesen »

Jun 15 2009

Zensieren wir uns doch gegenseitig!

Gute Ideen können nach hinten losgehen: Vor ein paar Wochen habe ich im Internet eine spannende Seite gefunden mit einer Liste der deutschen “Zensurprovider“. Für alle, die sich jetzt fragen, was das ist, ein kurzer Exkurs:

Vor geraumer Zeit erregte der BKA-Vertrag zur Internetzensur und der Gesetzesentwurf von Frau von der Leyen zur Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet die Gemüter. weiterlesen »

Jun 11 2009

Schlaue Steckenzwerge

usb-stickSie sind klein. Sie sind praktisch. Sie hängen bei vielen Mitmenschen am Schlüsselbund. Oder baumeln dekorativ von Hälsen herunter. Und: Sie können mittlerweile sehr viel mehr als „nur“ Daten zu speichern. Von was hier die Rede ist? Na, der neuesten Generation USB-Sticks! Nachfolgend präsentiere ich nun: Meine persönlichen Top 3 der originellsten Modelle…

Als perfekten Begleiter für die diesjährige Grillsaison weiterlesen »

Jun 05 2009

Teilungs-Prinzip

heisse_miezeEines meiner liebsten persönlichen Mottos lautet immer noch „Wer von etwas zuviel hat, kann ruhig etwas abgeben!“ So handhabe ich das nicht nur im Beruf, indem ich den normalen Arbeitszeit-Rahmen sprengende Aufgaben an gerade unterforderte Kollegen delegiere (was nicht immer auf Begeisterung stößt) – aber auch im Privatleben, indem ich mich hinsichtlich meines Weinvorrats im Keller, der Zeche in der Lieblings-Bar oder gut gemeinter Ratschläge stets recht großzügig verhalte (was eigentlich ständig auf Begeisterung stößt).

Daß mein Motto seinen Weg auch immer mehr in den IT-Bereich findet, beweist das vom internationalen Technik- und Manage­ment­be­ratungs­kon­zern WSP Group erdachte Konzept, das kürzlich in England vorgestellt wurde: weiterlesen »

Mai 29 2009

Schrottgrenze

computerschrottAfrika: Dunkler Kontinent, berühmt für seine artenreiche Tierwelt, seine bunten Völker, atemberaubenden Land­schaften… und imposanten Berge aus Elektroschrott. Genau, Sie haben richtig gehört: Elektroschrott. Denn immer noch sammeln sich in Ent­wick­lungs­ländern weltweit riesige Mengen dieses äußerst um­welt­ge­fähr­den­den Mülls.

Abhilfe dagegen sollte durch das bereits 1989 ins Leben gerufenen Basler Über­ein­kommen geschaffen werden, welches sich für die Kontrolle und Regelung „der grenz­über­schrei­ten­den Ver­bringung gefährlicher Abfälle und ihrer Ent­sorgung“ einsetzt. Mittler­weile sind dieser Ver­ein­barung rund 170 Staaten beigetreten, darunter auch Deutsch­land. Von einer Teilnahme ab­gese­hen haben die USA. Doch wen wundert dies noch, wenn man hört, dass das Land der un­be­grenz­ten Möglich­keiten 80% seines Elektro­schrotts ins Ausland exportiert?

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Mai 25 2009

Quizfieber

Fragen über Fragen: Nicht nur seit dem offiziellen Kinostart des oscar-prämierten Blockbusters „Slumdog Millionaire“ erfreut sich das Quiz größter Beliebtheit. Mittlerweile finden sich sinnvolle wie auch sinnfreie Frage-Antwort-Spielchen auch immer mehr in Online-Communities wie z.B. Facebook wieder, wo diese allerdings merkwürdige Blüten treiben (skurrilste Beispiele: „Wie heißt deine Zahnbürste?“ oder „Was ist dein Mettigel-Favorit?“).

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Mai 18 2009

Zwangsräumungsmaßnahmen

Seien wir doch mal ehrlich: Über Umweltschutz reden können wir viel – aber setzen wir die dafür notwendigen Maßnahmen im alltäglichen Leben auch immer konsequent um? Wohl eher nicht. Damit wir zukünftig sparsamer mit unseren Wasser- und Energieressourcen umgehen, brauchen wir wahrscheinlich des Öfteren den sprichwörtlichen „Tritt in den Hintern“…

Das dachte sich wohl auch die Designerin Elisabeth Buecher und entwickelte frei nach dem Motto „Wer nicht sparen will, muss fühlen“ zwei Duschvorhang-Modelle, die besonders alle Freunde des ausgiebigen Feuchtzellenbenutzens dazu zwingen, ihren Wasserverbrauch enorm einzuschränken. Und das funktioniert so:

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