Und der big brother award „Technik“ 2011 geht an …

Waschanleitung, Quelle: Elkagye

die italienische Sportmodemarke Peuterey. Warum? Nun, es geht um das heiß diskutierte Thema RFID (= radio-frequency identification) – zu deutsch Funkerkennung. Was man mit RFID Chips kurioses anstellen kann (z.B. sich den Chip einzupflanzen oder die Katzenklappe damit für seine eigenen Stubentiger zu steuern), habe ich schon berichtet.

Nun haben Modemarken wie Peuterey und Gerry Weber ihre Kleidung mit einem verdeckt integriertem RFID-Chip versehen. Der Chip ist im Pflegeetikett integriert mit dem Satz „Don‘t remove this label“. Hm … ein Schelm, wer böses dabei denkt. Der Datenschutz-Verein FoeBuD, der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs, hat mit einer Aktion vor einer Gerry Weber Filiale lautstark darauf aufmerksam gemacht.

Ein Hinweis für den Käufer, dass ein Chip integriert ist, wäre auf jeden Fall angebracht. Ganz egal was man von RFID Chips hält. Dann kann jeder Konsument selbst bestimmen, ob er zukünftig vielleicht mit stolz geschwellter Brust seine alpine Outdoorjacke tragen kann, weil Slogans wie „78% aller Mount Everst Bezwinger haben bei der Besteigung diese Jacke getragen“ Einzug in die Werbung gehalten haben 😉 Für mich jedenfalls ist ein Eingriff in die Waschanleitung meiner Kleidung ein erheblicher Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte und in meine Waschkompetenz 😉

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