Frischer Wind

Jung übt sich, wer ein Windenergie-Pionier werden will: Fritz Unger ist Abiturient, 19 Jahre alt – und hat ein ganz besonderes Kleinwindkraftwerk entwickelt, mit dem er frischen Wind auf den Energiemarkt bringen will…

Das Besondere an seinem Mini-Kraftwerk? Statt der üblichen drei Rotorblätter verfügt die auf den Namen BreezeBreaker500 getaufte Windkraftanlage lediglich über zwei Rotorblätter, die aus Aluminiumblech gefaltet werden. Der spezielle Kniff daran: Über dem Hauptprofil ist ein zweiter Flügel platziert, der dafür sorgt, dass die Strömung länger an der Hauptfläche anliegt. Laut Unger erhöht dies den Auftrieb um bis zu 30 Prozent.

Fragt sich nun: Was kann der BreezeBreaker500 als Windenergie-Winzling eigentlich leisten? Nach einemTechnology Review-Bericht liegt die Anlaufgeschwindigkeit des rund 1,5 Meter messenden Rotors – der mit einem Gewicht von nur 500 g extrem leicht ausfällt – bei drei Metern pro Sekunde. Der Wirkungsgrad soll im Windkanal bei 40 bis 45 Prozent liegen, in der Praxis bei 30 bis 35 Prozent. Die Nennleistung beträgt 800 Watt bei 12,5 Meter pro Sekunde.

Genug also, um als Stromversorgung für beispielsweise Segelboote oder Wohnwagen eingesetzt zu werden. Oder man stellt sich gleich zehn der leichtgewichtigen Rotoren aufs Dach und versorgt somit den kompletten Haushalt. Montieren lässt sich das Windrad nämlich ganz leicht, innerhalb weniger Minuten. Daraus schließen wir: Kaufen sollen das Mini-Kraftwerk, das eine Batterie über einen Laderegler speist, fürs Erste Privatleute.

Offizieller Markteintritt des BreezeBreaker500 ist auf der Hannovermesse 2011. Dann wird sich zeigen, ob der ungewöhnliche Windradflügel, an dem Fritz Unger jahrelang getüftelt hat, es aus dem heimischen Kinderzimmer auf den internationalen Markt schafft – und weit mehr als nur eine windige Idee ist…

(Bildquelle: FuSystems)

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