Bloggende Einlasskontrolle

Hach, so ein Katzenleben ist doch etwas Feines: Rund zwei Drittel des Tages verbringt man mit Schlafen und die restliche Zeit lässt man sich füttern, streicheln oder verdrückt sich ins Freie, um ausgedehnten Jagd- und Streifzügen nachzugehen. Kurzum: Das Leben als Katze könnte perfekt sein – wären da nicht die gierigen Samtpfoten aus der Nachbarschaft, die sich leise, still und heimlich durch die eigene Katzenklappe schleichen und sich an den frisch gefüllten Näpfen bedienen. Was für ein Katzenjammer…

Auch Penny und Gus, ihres Zeichens zwei langhaarige Stubentiger aus den USA, mussten diese ärgerliche Erfahrung schon mehrfach machen. Doch glücklicherweise ist ihr Besitzer Ioan Ghip ein Programmierer mit Erfindergeist und großem Herz für seine pelzigen Vierbeiner. Damit seine Miezen nicht länger vor leeren Näpfen stehen, konstruierte er kurzerhand aus nur wenigen Bauteilen eine bloggende Hightech-Katzenklappe! Die Zutaten: ein RFID-Lesegerät, passive Funkchips für die Katzen-Halsbänder sowie ein Servomotor mit Controller zum Öffnen und Schließen der Katzenklappe. Und last but not least: ein alter Laptop, der die einzigartige Konstruktion steuert. Wenn also Penny oder Gus vor der Klappe stehen, erkennt der Rechner die Signale der RFID-Chips in ihren Halsbändern – und schon ist der Durchgang frei.

Was das nun mit Bloggen zu tun hat? Sobald sich die Klappe öffnet, veröffentlicht der Rechner außerdem ein Foto samt entsprechender Nachricht auf dem Twitpic- und Twitter-Blog der Katzenschleuse. Damit den Katzenklappe-Twitter-Abonnenten nicht langweilig wird, bedient sich die Steuerungssoftware aus einer Sprachdatenbank und ergänzt simple Statusmeldungen wie „Penny geht gerade nach drinnen“ um witzige Anmerkungen wie „Penny kommt vorbei, um in die Schuhe ihrer Besitzer zu kotzen“ oder „Penny ist draußen, um Katzengras zu schnüffeln“.

Was beim Betreten oder Verlassen der bloggenden Katzenklappe über sie veröffentlicht wird, dürfte Gus und Penny ziemlich egal sein. Am wichtigsten ist doch, dass sie am Ende eines langen Streifzug-durch-die-Nachbarschaft-Tages ein von Nachbarskatzen geschützter voller Fressnapf erwartet… 🙂

(Bildquelle: www.spiegel.de)

Ein Kommentar

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  1. Also unsere Katze freut sich immer über einen gefüllten Napf, weil sie persönlich in die Wohnung gelassen wird 😉

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