Abseits in Echtzeit

Fast noch nervtötender als Vuvuzelas (Uweseelers? Der kann da nix dafür …) scheint derzeit die Tatsache, dass die WM-Livestreams von ZDF und ARD bislang mehr für lange Gesichter als Torjubel sorgten. So bekamen viele WM-Fans, die das Eröffnungsspiel am 11. Juni via Echtzeit-Stream verfolgen wollten, statt des rollenden Leders nur das rotierende ARD-Logo zu sehen. Kurzum: Während der ersten Vorrundenspiele in Südafrika funktionierten die Livestreams der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf äußerst holprigem Niveau.


Nach einem Spiegel-Bericht sei das Problem, so die einhellige Antwort von ARD und ZDF, die große Zahl der Zugriffe gewesen, mit denen man offensichtlich nicht gerechnet hat. „Die Zugriffe auf Livestream-Angebote der WM-Fernsehsender übertreffen in Deutschland, aber auch in Europa, alle bisherigen Rekorde um ein Vielfaches,“ erklärte die ARD dazu in einer Pressemitteilung. Ganz allein möchte sich die ARD den Schwarzen Peter in Sachen „Livestream-Pannen“ aber nicht zuschieben lassen. Und reicht die Schuld teilweise an die Internetprovider der Endnutzer weiter: Schließlich seien diese durch das enorme Aufkommen an Anfragen stark ausgelastet.

Laut Spiegel Online bestätigen Infrastruktur-Anbieter diese Aussage nicht:

„Sie stellen keine ungewöhnlich hohe Bandbreiten-Belastung durch Livestreams der Anstalten zu Zeiten der Spiele fest. (…) Verglichen mit den Datenvolumina, die über Streaming-Portale, Filehoster, Videodienste wie YouTube oder P2P-Börsen laufen, dürften die Abrufzahlen der Öffentlich-Rechtlichen bei den Providern als Peanuts verbucht werden.“

Klingt ziemlich glaubwürdig. Aber egal, an was oder wem es letztendlich liegt: Es bleibt zu hoffen, dass allen WM-hungrigen Internetnutzern weitere Livestream-Aussetzer erspart bleiben. Und am wichtigsten ist doch immer noch, dass vielleicht die Online-Streams holpern, aber keinesfalls die Nationalelf selbst … ☺

Und ich gehe mal zu unserem Vertrieb und schlage vor, mit unseren Hochverfügbarkeitsprodukten bei den Sendern vorbeizuschauen. Nicht ganz uneigennützig, denn es kommen noch einige Spiele, die ich nicht sehen kann, wenn ich keinen Fernseher haben. Im Büro zum Beispiel.

Das Ghanaspiel heute abend schaue ich im Fernseher. Sicher ist sicher! Und jetzt Daumen drücken ………

(Bildquelle: buerger-blog-blankenheim.de)

2 Kommentare

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  1. Ja vor den Fernseher verschwinde ich jetzt auch 😉 toi, toi, toi

  2. Hallo und guten Tag,

    danke für die Nennung der Bildquelle, das ist fair! – Gerne können wir auch unsere Artikel gegenseitig verlinken: http://buerger-blog-blankenheim.de/?p=2303

    Wie Du auch in Deinem Beitrag toll geschrieben hast, ist es schade, dass ARD und ZDF keine vernünftige Leistung hinbekommen. Mir stößt dabei dann ganz besonders auf, dass für Bürger und Unternehmen für schlechte Leistungen mittels Rundfunkgebühren herangezogen werden. In der freien Wirtschaft würde kein Kunde die Rechnung zahlen, wenn deratige Qualitäten ausgeliefert wurden.

    Sonnige Grüße
    Wilfried Gierden

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