Prädikat „besonders wertvoll“

In guten wie in schlechten Zeiten: Dieses Credo gilt schon seit langem nicht nur für Ehepaare, sondern auch für die Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Marken. Eine starke Marke lässt sich also zweifelsohne mit einem loyalen Lebenspartner vergleichen: Einerseits macht sie sich in florierenden Zeiten bezahlt, andererseits kann sie Unternehmen auch durch eine Rezession retten.

Spitzenreiter im Ranking der weltweit stärksten und wertvollsten Marke ist laut eines kürzlich veröffentlichten Heise-Berichts Internet-Riese Google. So schlägt der Markenwert der kalifornischen Aktiengesellschaft nach aktuellen Schätzungen der Marktforschungsgruppe Millward Brown mit einer gigantischen Summe von rund 114.200.000.000 US-Dollar zu Buche.

Fragt sich nun: Welchen Nutzen kann ein Unternehmen aus dem Wert seiner Marke(n) ziehen? Im Falle von Markenpiraterie wird der Markenwert beispielsweise als rechtliche Grundlage für Schadensersatzansprüche eingesetzt. Auch für die Erstellung von Lizenzverträgen ist der Wert einer Marke nicht unerheblich – räumt doch der Markeninhaber einem anderen Unternehmen das Recht ein, seine Marke in speziellen Fällen zu nutzen. Bei Unternehmenskäufen hat der Wert einer Marke zudem großen Einfluss auf den Kaufpreis. Hierbei ist es mittlerweile üblich, dass der Käufer ein Vielfaches des Börsenwertes zahlen muss, wenn das „Kaufobjekt“ über wertvolle Marken verfügt.

Übrigens: Platz 2 bis 4 des Rankings der 100 wertvollsten Marken weltweit belegen ebenfalls Unternehmen der IT-Branche. Rang 2 geht dabei an IBM mit einem geschätzten Markenwert von 86,3 Milliarden Dollar, gefolgt von Apple mit 83,2 Milliarden Dollar sowie Microsoft auf Platz 4, bei dem der Markenwert auf 76,3 Milliarden Dollar geschätzt wird.

Sollten Sie also daran interessiert sein, eine der international wertvollsten Marken käuflich zu erwerben, müssten sie angesichts der 11- bis 12-stelligen Beträge nicht nur über ein recht ordentliches Vermögen, sondern auch über ein Scheckbuch im extrabreiten Format verfügen… ☺

(Bildquelle: Google/© WOGI – Fotolia.com)

Ein Kommentar

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  1. Hm, wie wird denn der Wert errechnet? Allerdings habe ich grad eh nicht soviel Milliarden übrig 😉

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