Bereit zum Senkrechtstart, Teil 1

Frage: Was würden Sie alles für 3,66 Euro tun? Sie finden, hierbei handelt es sich um eine merkwürdige Frage? Wohl kaum. Vielmehr handelt es sich um die spannende Geschäftsidee des amerikanischen Internet-Startups Fiverr. Rechnet man 3,66 Euro nämlich nach aktuellem Wechselkurs in US-Dollar um, kommt man auf 5 Dollar. Und genau für diesen Betrag kann man auf dem Online-Marktplatz der Fiverr-Macher verschiedenste Dienstleistungen anbieten oder erwerben…

Unter dem Motto „Was würdest du für 5 Dollar tun?“ findet sich hier ein Sammelsurium an nützlichen wie auch skurrilen Dienstleistungen: angefangen bei der Übersetzung von 500 Wörtern in eine Fremdsprache, Fotoaufbereitungen, der Aufnahme einer Anrufbeantworter-Ansage, bis hin zum Schreiben von Liebesbriefen und Postkarten für schreibfaule Auftraggeber. Darüber hinaus kann man sich bei Fiverr für schlappe 5 Dollar auch in einen Zombie verwandeln lassen oder einen günstigen Bierbraukurs erstehen.

Sie merken: Ganz ernst gemeint sind einige der Angebote nicht wirklich. Dafür macht es Spaß in ihnen zu stöbern. Ob sich Fiverr auf lange Sicht als tragfähiges Geschäftsmodell herausstellt, bleibt abzuwarten. Vorerst sollte man das Portal als Treffpunkt für virtuelle Bekannte betrachten, die sich für einen kleinen Unkostenbeitrag gegenseitig Gefallen tun – und mit dem ein oder anderen kuriosen Angebot beim ein oder anderen Nutzer für Aufsehen sorgen.

Für Aufsehen im fossilen Energiesektor möchte übrigens ein anderes Startup sorgen, über das ich in meinem nächsten Beitrag berichten werde. Zunächst werde ich aber meinem Schreibtisch-Nachbarn (alias Lieblingskollegen) einen völlig kostenfreien Gefallen tun und uns beiden einen frischen Kaffee besorgen. Give me five!

(Bildquelle: fiverr.com)

2 Kommentare

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  1. I will fix any computer problem for $5

    Sehr schön, dass leite ich doch gleich an unsere Technik-Abteilung weiter 🙂

  2. die werden sich freuen…
    funktioniert der Dienst nur in den USA oder auch heir?
    und: muss ich Anreisekosten und Spesen selbst tragen? 😉

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