Einladung zum Ausräumen

Frage: Was verrät man der digitalen Welt, wenn man über beliebte Mitteilungsdienste wie Foursquare oder Twitter preisgibt, an welchem Ort man sich gerade befindet? Genau: Man verrät, an welchem Ort man sich gerade befindet. Aber eben auch, wo man sich definitiv NICHT befindet. Zum Beispiel Zuhause…

Und da kommen wir schon zum eigentlichen Haken an der Sache: Vernetzte Langfinger könnten diese Information als offene Einladung empfinden, sich in der temporär verwaisten Behausung von Herrn Twitterer und Co. völlig ungestört an all dem zu bedienen, was diesem lieb und teuer ist. Eine bedenkliche Tatsache, auf die das Internet-Mashup PLEASE ROB ME auf witzige und dennoch ernst gemeinte Weise aufmerksam machen will…

Um es kurz zu erklären: PLEASE ROB ME trackt Tweets, in denen Personen via Foursquare oder Twitter veröffentlicht haben, dass sie gerade irgendwo unterwegs oder im Urlaub sind – und schlägt somit mögliche Ziele für einen ungestörten Raubzug vor. Selbstverständlich betonen die Köpfe hinter PLEASE ROB ME, dass es nie ihre Absicht war und ist, Leute zum Einbrechen anzustiften. Vielmehr sei es das Ziel ihrer Webseite, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Informationen man tatsächlich über Services wie Foursquare, Google Buzz, Twitter und Konsorten preisgibt. Informationen, an die Jedermann relativ einfach herankommt. Im schlechtesten Fall hat dieser Jedermann kriminelle Absichten.

Wer also nicht über aufgeweckte Wachhunde, eine fachmännische Alarmanlage oder aber sehr aufmerksame Nachbarn verfügt, sollte sich überlegen, ob er seine aktuellen Aufenthaltsorte wirklich im World Wide Web preisgeben möchte. Und wer es dennoch nicht lassen kann, dem helfen zur Not auch laut aufgedrehte TV- oder Radiogeräte, während der eigenen Abwesenheit zuhause Anwesenheit vorzutäuschen. Das wiederum könnte aber den sehr aufmerksamen Nachbarn nicht gefallen…

(Bildquelle: pleaserobme.com)

2 Kommentare

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  1. ein Link zu Google Street View auf der Seite wäre hilfreich, dann steht dem Raubzug wirklich nichts mehr im weg…

  2. hervorragende Geschäftidee 🙂 Könnte aber auch umgekehrt als superinnovative Ermittlungmethode für die Polizei verwendet werden, vielleicht sollte man das mal der örtlichen Polizeidienststelle stecken 🙂

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