Denken hilft!

Es ist schon interessant, wie stark unser Verhalten beim Kauf und Nutzen von Computern die allgegenwärtige Klimabelastung beeinflußt. Zahlreiche Fakten und Denkanstöße zu diesem Thema findet man derzeit in der Broschüre „Computer, Internet und Co. – Geld sparen und Klima schützen“, die das Umweltbundesamt (UBA) Anfang September veröffentlichte…

Hätten Sie zum Beispiel folgendes gewusst?

  • Die Energie, die ein Gamer-PC oder Plasma-TV benötigen, würde für den Betrieb von bis zu fünf Kühlschränken ausreichen.
  • Sog. Leerlaufverluste, die durch das Verwenden eines Bildschirmschoners oder des PCs im Stand-by-Modus entstehen, verbrauchen allein in Deutschland die Energie von zwei Kraftwerken.
  • Ausgehend von einer täglichen Nutzung über vier Stunden, liegen die Stromkosten für einen Einsteiger-Laptop bei 8 Euro pro Jahr, bei einem Gamer-PC dagegen bei 105 Euro jährlich.

Was lernen wir daraus? Im Großen und Ganzen liegen allein in unserem Verhalten bereits große Spielräume, was entstehende Stromkosten, verursachten Energieverbrauch und somit CO2-Ausstoß betrifft. Natürlich hat das UBA hierzu zahlreiche Tipps parat. Als umweltfreundliche Alternative zum Computer-Neukauf schlägt es beispielsweise vor, den eigenen PC möglichst lange im Einsatz zu behalten. Daher sollte man beim Kauf eines Rechners auf lange Haltbarkeit achten sowie auf die Möglichkeit einer später eventuell erforderlichen Aufrüstung. Hintergrund dabei ist, dass für die Herstellung eines durchschnittlichen PCs rund 2.790 KWh Energie benötigt werden, was einen CO2-Ausstoß in Höhe von 850 kg zur Folge hat. Um dieselbe Menge an Energie verbraucht zu haben, müsste ein PC mindestens 3-6 Jahre täglich im Einsatz sein.

Strom sparen kann man bei der Nutzung des Computers. Da fast alle Rechner auch nach dem Ausschalten Energie verbrauchen, sollte der Stecker am besten ganz gezogen werden. Bildschirmschoner und Stand-by-Modus sind dagegen für o.g. Leerlaufverluste verantwortlich. Auch zur Nutzung von Open-Source-Programmen rät das UBA: Diese sind meist schlanker ausgestattet als Komplettpakete und somit weniger belastend für Rechnerkapazität.

Den vollen Überblick an Tipps und Tricks findet jeder, dem etwas an der Schonung von Umwelt und Geldbeutel liegt, in der Download-Version der Broschüre. Diese wird übrigens auch als Print-Version angeboten, obwohl das UBA in derselbigen für den Verzicht auf Ausdrucke plädiert. Dazu sage ich nur: Was für den Verbraucher gilt, gilt auch für das Umweltbundesamt. Denken hilft! 🙂

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