Akku, wechsle dich!

Tatsache ist: Nach wie vor führen unser sorgloser Umgang mit Rohstoffen – verbunden mit einem stetigen Wachstum der akkutauschstationWeltbevölkerung – zu einer steigenden Ressourcenverknappung. Davon mit am deutlichsten betroffen ist das Erdöl, welches laut Experten schon im Jahr 2050 in nur noch geringen Mengen verfügbar sein wird. Für viele Ölkonzerne weltweit stellt sich daher die Frage: Woran verdienen wir, wenn der „Öl-Geldhahn“ erst einmal zugedreht ist?

Die China National Offshore Oil Corporation (kurz CNOOC), seines Zeichens drittgrößter Mineralölkonzern Chinas, hat da schon eine Idee: und die lautet Elektromobilität. Nach Aussage des Wall Street Journals plant das Unternehmen den Aufbau einer Infrastruktur von Stationen, an denen Fahrer von Elektroautos ihre leeren Akkus einfach und schnell gegen voll aufgeladene eintauschen können.

Um dieses Vorhaben zügig voranzutreiben, ließ CNOOC im Sommer diesen Jahres eine große Geldsummer springen – und investierte rund 500 Millionen Euro in den ebenfalls chinesischen Akkuhersteller Lishen:

Damit soll der Akkuhersteller (…) Produktionsstraßen für Autoakkus aufbauen. Die Lithium-Ionen-Akkus liefert Lishen an den kalifornischen Elektroautohersteller Coda Automotive, der Ende 2010 ein Elektroauto auf den Markt bringen will“, steht es in einem aktuellen Golem-Bericht.

Indem CNOOC zukünftig Energie für Elektroautos liefert, möchte der Ölkonzern den chinesischen Markt für Autos mit alternativen Antrieben vorantreiben. Tja, Ressourcenverknappungs-Not scheint erfinderisch zu machen! Denn nicht nur Ottonormalverbraucher wie wir – sondern auch Ottomotor-Benzinlieferanten möchten eine Altersvorsorge haben…

(Bildquelle: www.seekxl.de/blog)

Ein Kommentar

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  1. Mein Chef hat mir zu dem Thema übrigens ein super Buch empfohlen:
    http://www.amazon.de/Ausgebrannt-Andreas-Eschbach/dp/3785722745

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