Erbauliches aus Schottland

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Weit unten im Süden Schottlands, nur einige Kilometer von der Grenze Englands entfernt, liegt die beschauliche Kleinstadt Lockerbie. Weltweit bekannt wurde diese im Dezember 1988, als ein Flugzeug der amerikanischen Fluggesellschaft Pan American World Airways direkt über Lockerbie durch einen Sprengsatz lybischer Terroristen zur Explosion gebracht wurde.

Doch auch in naher Zukunft könnte das Fleckchen in Schottlands Süden international in aller Munde sein. Dieses Mal jedoch nicht aufgrund eines tragischen Anschlags – sondern des weltweit größten Rechenzentrums…

So ist es zumindest vom Unternehmen Internet Villages International – kurz IVI – geplant. Unter dem Namen Alba1 sollen südlich von Lockerbie rund 20 energieeffiziente, nachhaltige Rechenzentren sowie mehrere hundert Wohnungen gebaut werden. Laut Projektplanung würden dabei insgesamt rund 278.000 Quadratmeter Nutzfläche für Server bereitstehen. Der Strom für die Server soll ausschließlich aus erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse gewonnen werden. Zur Beheizung der benachbarten Wohnhäuser ist geplant, die Abwärme der Server und Klimaanlagen einzusetzen.

Ein ambitioniertes Vorhaben – und zwar nicht gerade zu Schottenpreisen: Laut eines aktuellen Heise-Berichts wird Alba1 rund 1 Milliarde britische Pfund kosten. Nach eigenen Angaben hat IVI davon bereits 600 Millionen Pfund in der Tasche – engagierten Investoren sei dank. Und das, obwohl immer noch kein offizieller Bauantrag gestellt wurde und eine behördliche Genehmigung weiterhin aussteht.

Aber wie heißt es doch so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich bin mir sicher, dass selbst der knauserigste Schotten-Beamte nichts gegen etwas positiven Weltruhm haben wird… 😉

(Bildquelle: Internet Villages International)

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