Zensieren wir uns doch gegenseitig!

Gute Ideen können nach hinten losgehen: Vor ein paar Wochen habe ich im Internet eine spannende Seite gefunden mit einer Liste der deutschen „Zensurprovider„. Für alle, die sich jetzt fragen, was das ist, ein kurzer Exkurs:

Vor geraumer Zeit erregte der BKA-Vertrag zur Internetzensur und der Gesetzesentwurf von Frau von der Leyen zur Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet die Gemüter. Über diese fadenscheinigen Schutzmaßnahmen habe ich hier schon einmal berichtet. Mehr Artikel zum Thema hat auch unser Chef in seinem Blog geschrieben.

Zurück zur besagten Seite: „Super Idee, da darf SpaceNet mit einem grünen „zensiert nicht“ Feld nicht fehlen.“ Dachte ich. Der Betreiber dieser Seite dachte das anscheinend aber nicht. Jedenfalls habe ich unserer PR-Chefin die URL geschickt, damit sie sich darum kümmern kann (schließlich bin ich als Techniker für die SpaceNet-Technik und nicht für die sonstigen SpaceNet-Netzwerkereien zuständig :-)). Und das hat sie dann getan.

Und so geht die Geschichte weiter: Nachdem wir dem Betreiber der Seite geschrieben haben, daß wir seine Seite gut finden und er uns gerne in seine Liste aufnehmen kann mit dem Vermerk „zensiert nicht“, warteten wir. Wir haben dann noch einmal nachgehakt, sogar unser Chef persönlich, aber anscheinend werden wir ignoriert.

Mein Resümee:

  • Nicht einmal bei Zensurgegnern ist man gegen Zensur gefeit.
  • Nicht einmal als Zensurgegner!
  • Gute Ideen können trotzdem nach hinten losgehen.
  • Wenn es am Zeitmangel des Betreibers liegt: Starte nie etwas, was Du nicht auch beenden kannst.
  • Auch ohne Eintrag in die Liste der deutschen Zensurprovider werden wir keine skurrilen Verträge unterzeichnen und bleiben ein verläßlicher Provider 🙂

Unzensierte Grüße an dieser Stelle! Vielleicht wird ja noch was draus…. Würde mich freuen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.