„Tick Tack“-Schnickschnack

chairmanFinanzkrise hin oder her: Trotz fallender Aktienkurse gibt es immer noch sehr viele Menschen, die das nötige Kleingeld für teuren elektronischen Gimmicks im Luxusleder-Geldbeutel zu haben scheinen. Und wo eine Nachfrage an hochpreisigem Schnickschnack – da auch ein Angebot…

Bestes Beispiel: Um mit anderen Luxus-Handyherstellern in Konkurrenz treten zu können, hat der Schweizer Uhrmacher Ulysse Nardin ein Mobiltelefon namens Chairman entworfen, das über verschiedene innovative Techniken – wie zum Beispiel einem Fingerabdruckleser zur Identifizierung des Nutzers – verfügt. Zudem ist die edle Mini-Telefonzelle in 18 Karat-Gold, Edelstahl und Karbonfaser zu erwerben.

Die bemerkenswerteste Besonderheit dieses Handys ist aber, dass es sich beim Chairman um ein Luxus-Öko-Handy handelt. Öko deshalb, weil es über ein automatisches Uhrwerk verfügt, über das es vollkommen selbsttätig mit Strom versorgt wird. Vom Prinzip her funktioniert das Chairman also genauso wie eine mechanische, batterielose Armbanduhr.

Ein Handy, das sich selbst aufzieht: Eigentlich eine gute Idee, mit der Ulysse Nardin sogar eine noch nicht besetzte Nische im Mobiltelefon-Markt für sich eingenommen hat. Wegen der streng limitierten Auflage von nur 500 Stück und seinem wahrscheinlich astronomisch hohen Preis wird das Chairman dennoch nie in den Taschen von umweltbewussten Otto-Normalverbrauchern glänzen dürfen. Da hilft also nur eins: Entweder fleißig Lotto spielen – oder gemeinsam mit ein paar cleveren Hobbytechnikern einen Volkshochschulkurs namens „Wie man in 5 Tagen aus einer Armbanduhr ein Luxus-Öko-Handy bastelt“ ins Leben rufen…

(Bildquelle: luxist/swisstime)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.