Auf Wiedersehen!

logo_second_tech_cycleKennen Sie das? Man hat ein paar Gäste zum Abendessen eingeladen. Unter diesen ist fast immer jemand dabei, der dem Gastgeber einen lieblos ausgewählten, mitgebrachten Wein Marke „Tankstellen-Schnäppchen“ aufs Auge drückt. Schon beginnt man darüber nachzudenken, welchen „Weiter-verschenken“-Kreislauf diese Flasche bereits hinter sich hat, sagt aber brav Danke. Schließlich wird das gute Stück im Schrank verstaut und einem neuen Gastgeber bei nächster Gelegenheit als kleines Mitbringsel in die Hand gedrückt. Eigentlich eine interessante Art des Recyclings…

Eine viel interessantere Wiederverwertungs-Variante ist dagegen das so genannte Second Tech-Cycle-Projekt, das erstmals von der Uni Erlangen-Nürnberg auf der diesjährigen CeBit präsentiert wurde. An dem Projekt beteiligt sind unterschiedliche Industriepartner sowie sechs Lehrstühle, die gemeinsam daran arbeiten, Second-Product-Lifecycle-Strategien zu erarbeiten.

Hintergrund hierzu ist, dass Hightech-Geräte aufgrund der hohen Innovationsdynamik meist nur für kurze Zeiträume (oft für 12 bis 18 Monate) geleast und anschließend wieder zurückgegeben werden. Eine Tatsache, von der besonders kleine und mittelständische Unternehmen profitieren können, indem sie diese Geräte, die ja immer noch über eine hervorragende Ausstattung und zeitgemäße Technologie verfügen, zu günstigen Konditionen weiter nutzen. Darüber hinaus bietet sich den Unternehmen dadurch die Chance, das komplette Hightech-Potential der Geräte auszuschöpfen.

Aktuell werden hierzu konkrete Anwendungs-Szenarien entwickelt. Gefördert wird das Forschungsprojekt unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfond. Viele weitere Informationen sind zu finden unter: www.2ndtechcycle.de

Abschließend zu diesem Beitrag möchte ich nun noch einen kleinen Wink mit dem Zaunpfahl aussenden: Mein Vorratsschrank ist noch voll mit seltsam anmutenden Mitbringsel-Weinen, die nur darauf warten, zur nächsten Abendessen- oder Partyeinladung recycelt – äh ich meine weiterverschenkt zu werden…

(Bildquelle: www.2ndtechcycle.de)

Ein Kommentar

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  1. Lieber Netzheimer,

    dann werde ich wohl bei der nächsten Einladung auf jeden Fall vorsichtshalber ein Weinmitbring-Verbot an meine Gäste aussprechen, aber was kommt danach? Die Pralinen vom letzten Gast?

    Na ja, vielleicht bleibe ich dann doch besser beim Wein als akzeptiertes gästegeschenk, denn auch beim Tankstellen-Mitbringsel kann schon einmal das eine oder andere gute Fläschchen dabei sein 🙂

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