Klein. – Aber oho???

Egal ob Datenspeicher, Handys oder mp3-Player: Das Credo der Elektronikschmieden allerorts scheint „Je kleiner, desto besser!“ zu lauten.  Auch der taiwanesische Chip-Hersteller Via Technologies reiht sich nun in diesen Reigen ein.

Eines der neuesten Via-Produkte ist nämlich der winzige PC-Prozessor „Nano“. Dieser Zwerg unter den Rechenwerken soll schnell genug sein, um Multimedia-Rechner anzutreiben – und dabei sehr sparsam im Energieverbrauch.

Auf diesem Weg möchte Via Technologies mit der Mikroprozessoren-Serie „Atom“ von Intel konkurrieren. Doch richtig geglückt scheint den Taiwanesen dieser Seitenhieb nicht. Vergleicht man nämlich (laut einem Artikel vom 30.05. unter spiegel.de) den Energieverbrauch der Chips, begnügt sich das Intel-Modell mit 0,6 bis 2,5 Watt Leistungsaufnahme, während die schnellste Variante des Nano unter Volllast stolze 25 Watt saugt.

Doch wie gut, dass sich Via bereits einen cleveren Weg ausgedacht hat, seine neuen Chips trotzdem an den Mann zu bringen: und zwar mithilfe des Konzern-eigenen „OpenBooks“. Hierbei handelt es sich um ein Open-Source-Notebook, dessen Technik und Design Via anderen Herstellern kostenlos zur Verfügung stellt. Auf diesem Weg ist es auch kleineren Unternehmen möglich, leichte und kleine Laptops herzustellen. Die passenden Chips für die Notebooks sollen diese dann natürlich bei Via kaufen.

Irgendwie erinnert mich das an eine der wichtigsten Grundsätze der Werbung: Wo kein wirklicher Bedarf ist, da muss man eben einen schaffen…

Bildquelle: www.spiegel.de/netzwelt

Ein Kommentar

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  1. Apropos „Nano“:
    Das billigste Auto der Welt der „Tata Nano“ wurde ja in diesem Jahr vom indischen Autobauer Tata auf den Markt gebracht. Emissionswert: 90 Gramm CO2 pro Kilometer. Ob der Nano jetzt allerdings als Klimaretter oder Klimakiller auftritt, darüber streiten sich die Experten …

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