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	<title>Felix Netzheimer</title>
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	<description>The early bird catches the EARLY worm</description>
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		<title>Falsche Versprechen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 07:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Green IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Da staunte Michael Dell, Chef des drittgrößten Computerherstellers weltweit, sicher nicht schlecht, als Greenpeace-Aktivisten ein Transparent mit folgender Aufschrift auf einem Dell-Gebäude ausrollten: „Michael, what the Dell? Design out Toxics!“ Gedacht was das Transparent als mahnende Erinnerung an ein vier Jahre altes Versprechen des Unternehmens: Den Verzicht auf Giftstoffe wie PVC und bromhaltige Flammschutzmittel in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da staunte Michael Dell, Chef des drittgrößten Computerherstellers weltweit, sicher nicht schlecht, als Greenpeace-Aktivisten ein Transparent mit folgender Aufschrift auf einem Dell-Gebäude ausrollten: <em>„Michael, what the Dell? Design out Toxics!“ </em>Gedacht was das Transparent als mahnende Erinnerung an ein vier Jahre altes Versprechen des Unternehmens: Den Verzicht auf Giftstoffe wie PVC und bromhaltige Flammschutzmittel in der Herstellung.</p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/what-the-dell.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1678" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/what-the-dell-300x219.jpg" alt="" width="240" height="175" /></a></p>
<p>Dell ist dabei aber nicht der einzige PC-Hersteller, der dieses Versprechen 2006 öffentlich gemacht und bisher nicht eingehalten hat. Acer, HP, Lenovo oder Samsung reihen sich unter anderem in den Reigen der Versprechensbrecher ein. Zu mehr Umweltschutz verpflichteten sich vor vier Jahren fast alle großen PC-Hersteller, als Greenpeace mit dem <em>„Leitfaden für grüne Elektronik“ </em>eine Rangliste veröffentlichte, die Hersteller nach ihren Umweltzielen und tatsächlich umgesetzten Maßnahmen bewertet.</p>
<p><em>„Die meisten IT-Giganten hatten mit der Veröffentlichung von Fristen für ihren freiwilligen Verzicht auf die Stoffe reagiert und dafür Bonuspunkte im Greenpeace-Ranking kassiert. (…) Heute, nach Ablauf der ersten Fristen, ergibt sich ein jämmerliches Bild: Gerade mal ein Computerhersteller, Apple, hat Wort gehalten und damit die technische Machbarkeit demonstriert. Die restlichen blockieren sich gegenseitig.“</em> berichtet das <a href="http://www.heise.de/ct/artikel/Giftschleuder-PC-1047039.html" target="_blank">c’t magazin</a> dazu in Ausgabe 17/10.</p>
<p>Kurzum: Bis heute verwenden fast alle PC-Hersteller weiterhin die gefährlichen Chemikalien PVC und BFR (engl. Abkürzung für bromierte Flammschutzmittel). Apple setzt dagegen auf Ersatzstoffe, die im Vergleich zu ihren giftigen Vorgängen aber auch teurer sind. Fragt sich nun, welche Begründungen die anderen Hersteller hervorbringen, um das Verschieben ihrer Umweltschutz-Fristen auf die nächsten Jahre zu rechtfertigen. Eine HP-Sprecherin erklärte gegenüber der dpa, dass vergleichbare und entsprechend leistungsfähige Materialien, um alle Produkte ohne PVC und BFR ausliefern zu können, bislang nicht ausreichend verfügbar seien. Bis 2011 will man aber soweit sein. Auch Sony nannte als neue Deadline das Jahr 2011, Fujitsu beispielsweise erst 2013.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die verschobenen Versprechen zur nächsten Frist eingehalten werden. Ansonsten müsste man fast annehmen, dass PVC und BFR dem ein oder anderen gehörig das Erinnerungsvermögen vernebeln… ☺</p>
<p><em>(Bildquelle: Greenpeace)</em></p>
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		<title>Fundstück des Monats #5</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 13:23:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto „Blick hinter die Kulissen“ möchte ich in diesem Monat gleich zwei Fundstücke mit nicht ganz ernst gemeintem Inhalt präsentieren.

Psssst! Bei Fundstück Nummer eins handelt es sich um äußerst exklusives und gleichermaßen pikantes Filmmaterial: Hier dürfen wir nämlich Steve J. bei seiner Generalprobe zur Präsentation des iPhone 4 über die Schulter schauen. Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto „Blick hinter die Kulissen“ möchte ich in diesem Monat gleich zwei Fundstücke mit nicht ganz ernst gemeintem Inhalt präsentieren.</p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/steve_j2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1666" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/steve_j2.jpg" alt="" width="86" height="130" /></a></p>
<p>Psssst! Bei <a href="http://www.collegehumor.com/video:1938961" target="_blank">Fundstück Nummer eins</a> handelt es sich um äußerst exklusives und gleichermaßen pikantes Filmmaterial: Hier dürfen wir nämlich Steve J. bei seiner Generalprobe zur Präsentation des iPhone 4 über die Schulter schauen. Ob das empfangsschwache Gerät bei Veröffentlichung dieses Clips wohl trotzdem ein Verkaufsrenner geworden wäre?</p>
<p>Schon ein paar Monate älter aber dennoch aktuell ist mein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OMFBuHsKXb0" target="_blank">zweites Fundstück</a>. Und jetzt aufgepasst! Alle Unwissenden, die den neuen Google Home View-Service noch immer nicht kennen, werden endlich aufgeklärt – und erhalten aufschlussreiche Einblicke in die mühsame Recherchearbeit, die hinter der Erstellung eines solchen Services steckt… <img src='http://www.netzheimer.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>(Bildquelle: collegehumor.com)</em></p>
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		<title>Rosenkrieg 2.0</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 16:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie heißt es doch so schön? Zeig mir deine Freunde und ich sag dir, wer du bist. In Zeiten der sozialen Netzwerke hat sich das geändert: Heute verrät das Facebook-Profil oft viel mehr über die eigene Persönlichkeit als die lieben Freunde (wobei die Definition eines Freundes in der Social Network-Ära auch eine dringende Überarbeitung nötig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie heißt es doch so schön? Zeig mir deine Freunde und ich sag dir, wer du bist. In Zeiten der sozialen Netzwerke hat sich das geändert: Heute verrät das Facebook-Profil oft viel mehr über die eigene Persönlichkeit als die lieben Freunde (wobei die Definition eines Freundes in der Social Network-Ära auch eine dringende Überarbeitung nötig hätte). Wie auch immer: So offen, geschwätzig und leichtfertig wie auf Facebook, MySpace, Twitter und Co. zeigt man sich sonst kaum.</p>
<p><span id="more-1633"></span>Da verwundert es einen nicht, dass diese Offenheit immer öfter von einer ganz bestimmten Berufsgruppe geschätzt wird: den Scheidungsanwälten! Und das nicht zu knapp, wie es in einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,703580,00.html" target="_blank">Spiegel Online-Bericht</a> zu lesen ist:</p>
<blockquote><p>„81 Prozent der Mitglieder eines amerikanischen Verbands für Scheidungsanwälte haben schon einmal Beweise gesichtet oder genutzt, die sie in sozialen Netzwerken gefunden haben. Am häufigsten wurde dabei auf Facebook zurückgegriffen: 66 Prozent der Anwälte fanden hier Hinweise, die die Gegenseite ins Schwitzen brachte. (…)“</p></blockquote>
<p>Die Möglichkeiten, den schwindelnden „Expartner in spe“ zu entlarven, reichen dabei von verräterischen Fotos bis hin zu einfachsten Angaben, die dieser in seinem Profil postet. Im <em>Spiegel Online</em>-Bericht sind passend dazu ein paar anschauliche Beispiele aufgeführt, die ich an dieser Stelle (zumindest in komprimierter Form) niemandem vorenthalten möchte:</p>
<ul>
<li>Eine Mutter, die ihren Marihuana-Konsum vor Gericht leugnete, zeigt sich auf ihren Facebook-Fotos eindeutig beim Genießen der THC-haltigen Droge.</li>
<li>Ein Ehemann, der seine Aggressionsprobleme vor Gericht bestritt, beschreibt sich auf Facebook mit diesen weniger friedfertigen Worten: „Wenn du Eier hast, mir unter die Augen zu treten, trete ich deinen Arsch in die Unterwerfung.“</li>
<li>Und der Facebook-Account einer Mutter, der in einem Sorgerechtsstreit (ihrer Meinung nach zu Unrecht) mangelnde Vorsorge vorgeworfen wurde, brachte ans Licht: Das einzige, um was sie sich täglich liebevoll sorgte, waren ihre Onlinespiele.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/scheidung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1643" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/scheidung-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a></p>
<p>Eine Anwältin aus Colorado bestätigt, dass digitale Beweisstücke wie diese in amerikanischen Scheidungs-prozessen immer häufiger eine Rolle spielen. Für alle Verliebten, die planen, demnächst den Bund der Ehe einzugehen, daher dieser Tipp: „Drum prüfe wer sich ewig bindet, was man über ihn auf Facebook findet.“ ☺</p>
<p><em>(Bildquelle: © annette shaff &#8211; Fotolia.com)</em></p>
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		<title>Sonderbarer Selbstversuch</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 13:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Name des Patienten: Dr. Mark Gasson. Diagnose: Virusinfektion, die in keinem Medizinerhandbuch zu finden ist… Als wahrscheinlich erster Mensch weltweit trägt der britische Forscher Mark Gasson ein Computervirus in seinem Körper. Und das aus voller Absicht. Den winzig kleinen Chip, auf dem sich der Virus befindet, implantierte sich der Wissenschaftler nämlich selbst in einen Finger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/gasson.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1540" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/gasson.jpg" alt="" width="128" height="189" /></a></p>
<p>Name des Patienten: Dr. Mark Gasson. Diagnose: Virusinfektion, die in keinem Medizinerhandbuch zu finden ist… Als wahrscheinlich erster Mensch weltweit trägt der britische Forscher Mark Gasson ein Computervirus in seinem Körper. Und das aus voller Absicht. Den winzig kleinen Chip, auf dem sich der Virus befindet, implantierte sich der Wissenschaftler nämlich selbst in einen Finger seiner linken Hand. Auf diesem Weg möchte Gasson demonstrieren, welchen Sicherheitsrisiken Chip-Implantate, die unter anderem in neuen Reisepässen verwendet werden, ausgesetzt sind.</p>
<p><span id="more-1536"></span>Eingesetzt werden sollen die Chips beispielsweise für die schnelle und kostengünstige Markierung von Tieren, aber auch zur Identifizierung von Fahrzeugen und Personen oder etwa als Zutrittskontrolle. Dabei benötigen die so genannten Radio Frequency Identification-Chips (oder kurz RFID-Chips) keine Batterie, sondern werden erst durch ein entsprechendes Lesegerät aktiviert. Ob und wann ein solcher Chip ausgelesen wird, bekommt sein Träger allerdings nicht mit. Und darin liegt die Schwachstelle dieser Technik. Wie einfach man Manipulationen an den Chips vornehmen kann, demonstrierten Mitglieder des Chaos Computer Clubs erst Anfang dieses Jahres in einer Fernsehsendung: Sie lasen mit einem billigen programmierbaren RFID-Reader die geheimen Zugangsdaten der RFID-Ausweise von Flughafenmitarbeitern aus und hätten auf diesem Weg uneingeschränkten Zugang zu geschützten Flughafenbereichen gehabt.</p>
<p>Laut eines <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,697003,00.html" target="_blank">Spiegel Online-Berichts</a> sind aber auch Manipulationen anderer Art durchaus denkbar: <em>„So könne man (…) beispielsweise ein implantiertes Nervenstimulationsgerät manipulieren, oder womöglich Herzschrittmacher manipulieren und deren Träger per Computervirus schädigen. (…)“</em></p>
<p>Gasson selber nutzt sein RFID-Implantat, um sich Zugang zu seiner Universität oder seinem Mobiltelefon zu verschaffen. In ersten Versuchen soll es ihm bereits gelungen sein, seinen Virus auf andere Systeme zu übertragen. Sicher ist: Über Sinn und Unsinn dieses Projekts wird im Internet bereits heftig diskutiert. Falls Herr Gasson bald genug von seinem Virenschleuder-Dasein haben sollte, empfehle ich als Therapie dreimal täglich eine doppelte Dosis Norton&#8230; <img src='http://www.netzheimer.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>(Bildquelle: University of Reading)</em></p>
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		<title>Wenn der Postmann nicht mehr klingelt</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 16:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Muss die e-Mail ernsthafte Konkurrenz befürchten? Stirbt das gute alte „Briefmarken schlecken“ ein für allemal aus? Seit Einführung des E-Briefs am 14. Juli völlig berechtigte Fragen. Oder etwa nicht?
Rechtssichere Briefe vertraulich und im Eiltempo einer e-Mail zu verschicken? Was nach einem Traum für Praktikanten klingt, die nach Feierabend noch kistenweise Firmenbriefe in die nächste Postfiliale [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Muss die e-Mail ernsthafte Konkurrenz befürchten? Stirbt das gute alte „Briefmarken schlecken“ ein für allemal aus? Seit Einführung des E-Briefs am 14. Juli völlig berechtigte Fragen. Oder etwa nicht?</p>
<p>Rechtssichere Briefe vertraulich und im Eiltempo einer e-Mail zu verschicken? Was nach einem Traum für Praktikanten klingt, die nach Feierabend noch kistenweise Firmenbriefe in die nächste Postfiliale bringen müssen, soll der neue E-Brief der <em>Deutschen Post </em>jetzt möglich machen. Doch kaum auf dem Markt, steht der E-Brief schon in der Kritik. Besonders praktisch und sicher sei das Verfahren nämlich nicht, fanden beispielsweise Redakteure der <em>Stiftung Warentest</em> heraus.</p>
<p>Kritikpunkt 1: <span id="more-1621"></span>Schon die Anmeldung zum E-Postbrief erweist sich als umständlich. Erst hat sich der Nutzer auf der Deutschen Post-Webseite zu registrieren, um sich eine persönliche Adresse zu sichern. Per SMS erhält er dann eine TAN zur Anmeldungsbestätigung. Anschließend soll der Nutzer eine Postfiliale aufsuchen, um sich per Postident zu identifizieren. Um das wiederum erledigen zu können, muss er erst auf die passenden Unterlagen warten, die ihm die Post einige Tage nach der Anmeldung per Brief zuschickt.</p>
<p>Kritikpunkt 2: die Sicherheit. Absolut vertraulich ist der Standard-E-Postbrief nicht. Als Verschlüsselungsprotokoll kommt hier TLS zum Einsatz, eine etablierte Technik, die angeblich schon durch das ein oder andere Sicherheitsleck auffiel. Verfügt der Empfänger über kein digitales Postfach, muss er sich den Brief zudem in der Postfiliale ausdrucken lassen, wobei die Angestellten dort theoretisch mitlesen können. Dies wiederum lässt sich nur durch zusätzliche Zertifikate verhindern.</p>
<p>Nicht zu vergessen: die Gebühren. Genau wie beim analogen Gegenstück kostet der Versand eines E-Briefs 55 Cent. Hinzu kommen 10 Cent pro gedruckte Seite, wenn dem Empfänger (weil er über kein digitales Postfach verfügt) der E-Brief klassisch auf Papier zugestellt werden muss. Zurück in die Steinzeit? Vertrauliche E-Mails zu senden ist schon seit etlichen Jahren für jeden verfügbar. Warum sollte man jetzt dafür jetzt Geld zahlen?</p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/email.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1628" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/07/email.jpg" alt="" width="286" height="206" /></a></p>
<p>Fazit: Ein digitaler Brief, dessen Versand mindestens genauso viel kostet wie bei einem analogen Schreiben, dessen Vertraulichkeit in einem zweifelhaften Licht steht und bei dem schon die Anmeldung einem kleinen, bürokratischen Spießrutenlauf gleicht. – Das klingt doch praktischer und moderner als: Brief tippen, drucken, in den Umschlag und dann den Briefkasten stecken. Oder etwa nicht?  ;-)</p>
<p><em>(Bildquelle: © Ali Taylor &#8211; Fotolia.com)</em></p>
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		<title>Bloggende Einlasskontrolle</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 15:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Hach, so ein Katzenleben ist doch etwas Feines: Rund zwei Drittel des Tages verbringt man mit Schlafen und die restliche Zeit lässt man sich füttern, streicheln oder verdrückt sich ins Freie, um ausgedehnten Jagd- und Streifzügen nachzugehen. Kurzum: Das Leben als Katze könnte perfekt sein – wären da nicht die gierigen Samtpfoten aus der Nachbarschaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hach, so ein Katzenleben ist doch etwas Feines: Rund zwei Drittel des Tages verbringt man mit Schlafen und die restliche Zeit lässt man sich füttern, streicheln oder verdrückt sich ins Freie, um ausgedehnten Jagd- und Streifzügen nachzugehen. Kurzum: Das Leben als Katze könnte perfekt sein – wären da nicht die gierigen Samtpfoten aus der Nachbarschaft, die sich leise, still und heimlich durch die eigene Katzenklappe schleichen und sich an den frisch gefüllten Näpfen bedienen. Was für ein Katzenjammer…<span id="more-1559"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1563" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/katzenklappe.jpg" alt="" width="528" height="375" /></p>
<p>Auch Penny und Gus, ihres Zeichens zwei langhaarige Stubentiger aus den USA, mussten diese ärgerliche Erfahrung schon mehrfach machen. Doch glücklicherweise ist ihr Besitzer Ioan Ghip ein Programmierer mit Erfindergeist und großem Herz für seine pelzigen Vierbeiner. Damit seine Miezen nicht länger vor leeren Näpfen stehen, konstruierte er kurzerhand aus nur wenigen Bauteilen eine bloggende Hightech-Katzenklappe! Die Zutaten: ein RFID-Lesegerät, passive Funkchips für die Katzen-Halsbänder sowie ein Servomotor mit Controller zum Öffnen und Schließen der Katzenklappe. Und last but not least: ein alter Laptop, der die einzigartige Konstruktion steuert. Wenn also Penny oder Gus vor der Klappe stehen, erkennt der Rechner die Signale der RFID-Chips in ihren Halsbändern – und schon ist der Durchgang frei.</p>
<p>Was das nun mit Bloggen zu tun hat? Sobald sich die Klappe öffnet, veröffentlicht der Rechner außerdem ein Foto samt entsprechender Nachricht auf dem Twitpic- und <a href="http://twitter.com/gusandpenny" target="_blank">Twitter-Blog</a> der Katzenschleuse. Damit den Katzenklappe-Twitter-Abonnenten nicht langweilig wird, bedient sich die Steuerungssoftware aus einer Sprachdatenbank und ergänzt simple Statusmeldungen wie „Penny geht gerade nach drinnen“ um witzige Anmerkungen wie „Penny kommt vorbei, um in die Schuhe ihrer Besitzer zu kotzen“ oder „Penny ist draußen, um Katzengras zu schnüffeln“.</p>
<p>Was beim Betreten oder Verlassen der bloggenden Katzenklappe über sie veröffentlicht wird, dürfte Gus und Penny ziemlich egal sein. Am wichtigsten ist doch, dass sie am Ende eines langen Streifzug-durch-die-Nachbarschaft-Tages ein von Nachbarskatzen geschützter voller Fressnapf erwartet… <img src='http://www.netzheimer.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>(Bildquelle: www.spiegel.de)</em></p>
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		<title>Z3 reloaded</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 09:53:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem wäre er 100 Jahre alt geworden: Die Rede ist von Konrad Zuse, seines Zeichens einer der Urväter des Computers und Schöpfer der ersten höheren Programmiersprache. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums beschloss Zuse-Sprössling Horst vor zwei Jahren, den Z3 – auch bekannt als erster funktionsfähiger Digitalrechner weltweit – originalgetreu nachzubauen. Das Urmodell selber wurde 1943 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem wäre er 100 Jahre alt geworden: Die Rede ist von Konrad Zuse, seines Zeichens einer der Urväter des Computers und Schöpfer der ersten höheren Programmiersprache. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums beschloss Zuse-Sprössling Horst vor zwei Jahren, den Z3 – auch bekannt als erster funktionsfähiger Digitalrechner weltweit – originalgetreu nachzubauen. Das Urmodell selber wurde 1943 bei einem durch die Kriegswirren verursachten Bombenangriff zerstört.</p>
<p><span id="more-1595"></span>Ein nicht besonders einfach und günstig zu bewerkstelligendes Vorhaben: Schließlich verfügte der Z3 über die stolze Größe von drei Kleiderschränken. Abgesehen davon existieren die antiquierten Bauteile des Originals heute nicht mehr. Laut Horst Zuse kostete der gesamte Nachbau in etwa so viel wie eine gut ausgestattete Limousine – und ihn eine Arbeitszeit von mehreren Stunden pro Tag, verteilt über ein dreiviertel Jahr.</p>
<p>Bewundern darf man das wuchtige Duplikat von 23. September bis 9. Januar 2011 in Konrad Zuses Geburtsstadt Berlin. Danach geht der „Z3 2.0“ auf Tour – denn schon jetzt sind eine Vielzahl an Institutionen und Museen an einer Leihgabe interessiert. Soviel ist sicher: Im Vergleich zu unseren heutigen Rechnern lässt sich der Z3 für seine zukünftige Städtetournee nicht mal eben in die Tasche stecken… ☺</p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/z3.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1599" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/z3.jpg" alt="" width="480" height="298" /></a></p>
<p><em>(Bildquelle: Konrad Zuse Internet Archive, www.zib.de/zuse)</em></p>
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		<item>
		<title>Happ, Happ, Hurra!</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 12:53:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.netzheimer.de/wp/?p=1519</guid>
		<description><![CDATA[4.819.352 Stunden bzw. mehr als 200.806 Tage bzw. über 550 Jahre: Soviel Zeit verbrachten Google-User jüngst mit dem Daddeln des Game-Klassikers Pac-Man. Zum 30. Geburtstag des Spielhallen-Evergreens präsentierte Suchmaschinen-Marktführer Google sein Startbild, auch bekannt als Google-Doodle, nämlich als spielbare Pac-Man-Miniversion.
Eine außergewöhnlicher Spaß mit – zumindest rein rechnerisch gesehen – erheblichen volkswirtschaftlichen Folgen. Berechnungen des Blogs The [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>4.819.352 Stunden bzw. mehr als 200.806 Tage bzw. über 550 Jahre: Soviel Zeit verbrachten Google-User jüngst mit dem Daddeln des Game-Klassikers Pac-Man. Zum 30. Geburtstag des Spielhallen-Evergreens präsentierte Suchmaschinen-Marktführer Google sein Startbild, auch bekannt als Google-Doodle, nämlich als spielbare Pac-Man-Miniversion.</p>
<p>Eine außergewöhnlicher Spaß mit – zumindest rein rechnerisch gesehen – erheblichen volkswirtschaftlichen Folgen. Berechnungen des Blogs <a href="http://blog.rescuetime.com/2010/05/24/the-tragic-cost-of-google-pac-man-4-82-million-hours/" target="_blank">The Rescue Time</a> zufolge verschlang das Google-Spielchen mehr als 4,8 Millionen Arbeitsstunden oder in Geld ausgedrückt: über 120 Millionen US-Dollar.<span id="more-1519"></span></p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/pacman.jpg"><img class="alignleft" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/pacman.jpg" alt="" width="212" height="334" /></a>Vielmehr mit Stress als Spielspaß war das Pac-Man-Doodle für zahlreiche Mozilla-Mitarbeiter verbunden. Laut <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,696537,00.html" target="_blank">Spiegel-Online</a> sorgte die Geburtstagsversion des Game-Fossils für eine wahre Supportanfragen-Flut und viele Mails von Anwendern des Mozilla-Browsers Firefox: <em>„Die wunderten sich darüber, dass ihr Browser plötzlich eine merkwürdige Melodie abspielte. Nur wenige erkannten die Tonfolge als die Startmelodie von Pac Man. Eine Erklärung fanden Mozillas Entwickler relativ schnell: Google hatte das Pac-Man-Spiel mit einem HTML-Code in seine Seite eingebaut, der dafür sorgte, dass die Startmelodie abgespielt wurde, auch wenn man das Spiel gar nicht anklickte.“</em></p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/pacman.jpg"></a>Übrigens: Wer Pac-Mans 30. Jubiläum verpasst aber trotzdem Lust auf eine kleine Partie „Runder Gierschlund flüchtet vor Gespenstern“ haben sollte, dem sei an dieser Stelle verraten, dass das Spiel-Doodle ab sofort unter google.com/pacman jederzeit abrufbar ist. In diesem Sinne: Pac mer’s!</p>
<p><em>(Bildquelle: legentilgarcon.com)</em></p>
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		<title>Auf die Kuh gekommen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 18:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Green IT]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sehen sie überhaupt nicht aus wie Killer. Und dennoch sind sie als solche bekannt – zumindest, was unser Klima betrifft. Von wem hier die Rede ist? Dem guten alten Rindvieh natürlich. Ihren Ruf als Klimakiller verdanken Kühe dem Treibhausgas Methan, das in ihrem Magen entsteht, ihnen durch gewisse Körperöffnungen entfleucht und sich angeblich noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich sehen sie überhaupt nicht aus wie Killer. Und dennoch sind sie als solche bekannt – zumindest, was unser Klima betrifft. Von wem hier die Rede ist? Dem guten alten Rindvieh natürlich. Ihren Ruf als Klimakiller verdanken Kühe dem Treibhausgas Methan, das in ihrem Magen entsteht, ihnen durch gewisse Körperöffnungen entfleucht und sich angeblich noch gefährlicher als Kohlendioxid auf unser Klima auswirkt.<span id="more-1509"></span></p>
<p><a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/kuh.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1514" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/05/kuh.jpg" alt="" width="181" height="139" /></a></p>
<p>Doch mit diesem schlechten Ruf ist vielleicht schon bald Schluss, wie man kürzlich einer <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kuhscheisse-in-Datenstroeme-verwandeln-1003397.html" target="_blank">Heise-Meldung</a> entnehmen konnte. Darin war nämlich zu lesen, dass Forscher des amerikanischen Technologieunternehmens HP kürzlich ein Konzept präsentierten, in dem beschrieben wird, wie sich moderne Rechenzentren zukünftig mittels Kuhmist betreiben lassen.</p>
<p>Funktionieren soll das Ganze so: Aus dem Kuhmist wird Biogas gewonnen, welches bekanntermaßen überwiegend aus Methan besteht. Das Biogas wird mittels Generator in elektrische Energie umgewandelt und liefert so den Strom für den Betrieb eines Rechenzentrums. Das Rechenzentrum wiederum erzeugt Abwärme, die den Umwandlungsprozess des Kuhdungs in Methan beschleunigen soll. Auf diesem Weg entsteht eine symbiotische Verbindung, die laut HP das Abfallproblem der Milchfarmen beseitigt und gleichzeitig das Energiebedürfnis moderner Rechenzentren nachhaltig erfüllt.</p>
<p>Fragt sich nun, wie viele vierbeinige Milchlieferanten für den Betrieb eines modernen Rechenzentrums nötig sind? Laut Rechnung der HP-Forscher fabriziert eine Kuh täglich rund 55 Kilogramm Mist, aus dem ca. drei Kilowattstunden Strom gewonnen werden können. Demnach wären mindestens 10.000 Kühe nötig, um eines unserer Rechenzentren zu betreiben. Das wiederum klingt nicht gerade nach der normalen Anzahl an Kühen, die ein Milchbetrieb üblicherweise beherbergt.</p>
<p>Da es energetisch völlig unsinnig wäre, den Mist vom Land in die Stadt zu fahren und da wir vielleicht eine oder zwei Kühe vor unserem Gebäude unterbringen würden, nicht jedoch 10.000, müssten die Rechenzentren zudem von der Stadt aufs Land ziehen. Immerhin: Der Begriff Serverfarm würde auf diesem Weg eine völlig neue Bedeutung erhalten&#8230; <img src='http://www.netzheimer.de/wp/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em>(Bildquelle: www.allgaeu-bilder.de)</em></p>
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		<title>Abseits in Echtzeit</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 12:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Netzheimer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast noch nervtötender als Vuvuzelas (Uweseelers? Der kann da nix dafür &#8230;) scheint derzeit die Tatsache, dass die WM-Livestreams von ZDF und ARD bislang mehr für lange Gesichter als Torjubel sorgten. So bekamen viele WM-Fans, die das Eröffnungsspiel am 11. Juni via Echtzeit-Stream verfolgen wollten, statt des rollenden Leders nur das rotierende ARD-Logo zu sehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast noch nervtötender als Vuvuzelas (Uweseelers? Der kann da nix dafür &#8230;) scheint derzeit die Tatsache, dass die WM-Livestreams von ZDF und ARD bislang mehr für lange Gesichter als Torjubel sorgten. So bekamen viele WM-Fans, die das Eröffnungsspiel am 11. Juni via Echtzeit-Stream verfolgen wollten, statt des rollenden Leders nur das rotierende ARD-Logo zu sehen. Kurzum: Während der ersten Vorrundenspiele in Südafrika funktionierten die Livestreams der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf äußerst holprigem Niveau.</p>
<p><span id="more-1579"></span><br />
<a href="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/livestream.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1583" src="http://www.netzheimer.de/wp/wp-content/uploads/2010/06/livestream.jpg" alt="" width="212" height="141" /></a></p>
<p>Nach einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,702035,00.html" target="_blank">Spiegel-Bericht</a> sei das Problem, so die einhellige Antwort von ARD und ZDF, die große Zahl der Zugriffe gewesen, mit denen man offensichtlich nicht gerechnet hat. <em>„Die Zugriffe auf Livestream-Angebote der WM-Fernsehsender übertreffen in Deutschland, aber auch in Europa, alle bisherigen Rekorde um ein Vielfaches,“</em> erklärte die ARD dazu in einer Pressemitteilung. Ganz allein möchte sich die ARD den Schwarzen Peter in Sachen „Livestream-Pannen“ aber nicht zuschieben lassen. Und reicht die Schuld teilweise an die Internetprovider der Endnutzer weiter: Schließlich seien diese durch das enorme Aufkommen an Anfragen stark ausgelastet.</p>
<p>Laut Spiegel Online bestätigen Infrastruktur-Anbieter diese Aussage nicht:</p>
<blockquote><p>„Sie stellen keine ungewöhnlich hohe Bandbreiten-Belastung durch Livestreams der Anstalten zu Zeiten der Spiele fest. (…) Verglichen mit den Datenvolumina, die über Streaming-Portale, Filehoster, Videodienste wie YouTube oder P2P-Börsen laufen, dürften die Abrufzahlen der Öffentlich-Rechtlichen bei den Providern als Peanuts verbucht werden.“</p></blockquote>
<p>Klingt ziemlich glaubwürdig. Aber egal, an was oder wem es letztendlich liegt: Es bleibt zu hoffen, dass allen WM-hungrigen Internetnutzern weitere Livestream-Aussetzer erspart bleiben. Und am wichtigsten ist doch immer noch, dass vielleicht die Online-Streams holpern, aber keinesfalls die Nationalelf selbst … ☺</p>
<p>Und ich gehe mal zu unserem Vertrieb und schlage vor, mit unseren Hochverfügbarkeitsprodukten bei den Sendern vorbeizuschauen. Nicht ganz uneigennützig, denn es kommen noch einige Spiele, die ich nicht sehen kann, wenn ich keinen Fernseher haben. Im Büro zum Beispiel.</p>
<p>Das Ghanaspiel heute abend schaue ich im Fernseher. Sicher ist sicher! Und jetzt Daumen drücken &#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p><em>(Bildquelle: buerger-blog-blankenheim.de)</em></p>
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