Frischer Wind

Jung übt sich, wer ein Windenergie-Pionier werden will: Fritz Unger ist Abiturient, 19 Jahre alt – und hat ein ganz besonderes Kleinwindkraftwerk entwickelt, mit dem er frischen Wind auf den Energiemarkt bringen will…

Das Besondere an seinem Mini-Kraftwerk? Statt der üblichen drei Rotorblätter verfügt die auf den Namen BreezeBreaker500 getaufte Windkraftanlage lediglich über zwei Rotorblätter, die aus Aluminiumblech gefaltet werden. Der spezielle Kniff daran: Über dem Hauptprofil ist ein zweiter Flügel platziert, der dafür sorgt, dass die Strömung länger an der Hauptfläche anliegt. Laut Unger erhöht dies den Auftrieb um bis zu 30 Prozent.

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Frostiger Aufheizer

Heiße News für alle energiebewussten Frostbeulen! Das Stuttgarter Stadtarchiv zeigt uns ab sofort eine neue Möglichkeit auf, die eigenen vier Wände bei Minustemperaturen mollig warm zu halten. Und zwar durch das Heizen mit Eis…

Heizen mit Eis? Ist das nicht schon ein Widerspruch in sich? Keinesfalls! In einem aktuellen Heise-Bericht wird erklärt, wie die ungewöhnliche Heizmethode funktioniert: „Unter dem Gebäude befindet sich ein Tank mit 385 Kubikmetern Wasser. Im Winter entzieht ein Wärmetauscher diesem null bis zehn Grad kalten Wasser Energie. Dadurch beginnt es zu gefrieren und gibt dabei seine Kristallisationswärme ab. Von einer Wärmepumpe umgewandelt, lässt sie sich zum Beheizen der Räume und zum Aufbereiten des Warmwassers nutzen (…)“ weiterlesen »

Wertvoller Zündstoff

Stell dir vor es ist Recycling und keiner geht hin. Nach wie vor ist es immer noch so, dass ein Großteil unseres recyclingfähigen Mülls nicht weiterverwertet, sondern in Müllverbrennungsanlagen verheizt wird…

Der Naturschutzbund Deutschland, kurz NABU, möchte das endlich ändern und reichte unter dem Kampagnenmotto „Verwerten statt Verbrennen“ eine Petition beim Bundestag ein. Diese fordert die Einführung einer Wertstofftonne ab dem Jahr 2012. In der Wertstofftonne sollen

„… alle geeigneten Wertstoffe gemeinsam mit Verpackungen haushaltsnah eingesammelt werden. Dazu soll auch der Vorrang der stofflichen Verwertung (Recycling) gegenüber der Verbrennung von sortierten und unsortierten Abfällen im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz festgelegt werden.“

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Falsche Versprechen

Da staunte Michael Dell, Chef des drittgrößten Computerherstellers weltweit, sicher nicht schlecht, als Greenpeace-Aktivisten ein Transparent mit folgender Aufschrift auf einem Dell-Gebäude ausrollten: „Michael, what the Dell? Design out Toxics!“ Gedacht was das Transparent als mahnende Erinnerung an ein vier Jahre altes Versprechen des Unternehmens: Den Verzicht auf Giftstoffe wie PVC und bromhaltige Flammschutzmittel in der Herstellung.

Dell ist dabei aber nicht der einzige PC-Hersteller, der dieses Versprechen 2006 öffentlich gemacht und bisher nicht eingehalten hat. Acer, HP, Lenovo oder Samsung reihen sich unter anderem in den Reigen der Versprechensbrecher ein. Zu mehr Umweltschutz verpflichteten sich vor vier Jahren fast alle großen PC-Hersteller, als Greenpeace mit dem „Leitfaden für grüne Elektronik“ eine Rangliste veröffentlichte, die Hersteller nach ihren Umweltzielen und tatsächlich umgesetzten Maßnahmen bewertet.

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Auf die Kuh gekommen

Eigentlich sehen sie überhaupt nicht aus wie Killer. Und dennoch sind sie als solche bekannt – zumindest, was unser Klima betrifft. Von wem hier die Rede ist? Dem guten alten Rindvieh natürlich. Ihren Ruf als Klimakiller verdanken Kühe dem Treibhausgas Methan, das in ihrem Magen entsteht, ihnen durch gewisse Körperöffnungen entfleucht und sich angeblich noch gefährlicher als Kohlendioxid auf unser Klima auswirkt. weiterlesen »

We love to ökotain you…

Öfter mal mit dem Fahrrad fahren. Mehr Duschen statt Baden. Den Computer immer schön ausschalten, sobald man ihn nicht mehr benutzt: Wenn TV-Promis der Kategorien B bis C althergebrachte Energiespartipps zum Besten geben, wenn triviale Unterhaltungssendungen im grünen Anstrich daher kommen und wenn Umweltschutz als Gute-Laune-Programm ohne unbequeme Nebenwirkungen inszeniert wird – ja dann ist Green Seven Day auf ProSieben

Der Privatsender widmete einen kompletten Sendetag dem Umweltschutz. Das Ergebnis: gute Quoten und ein glänzend aufgewertetes Image. Ein Ökotag im Fernsehen – warum auch nicht? Schließlich lassen sich Klimawandel, Umweltbewusstsein und Co. hervorragend inszenieren, und das sogar alles andere als spaßbefreit! weiterlesen »

Aufgeschnappt

Soll ich oder soll ich nicht? In Zeiten von Klimawandel und Treibhauseffekt überlegt sich der umweltbewusste Verbraucher genau, ob und wie lange er die üblichen Energiefresser wie Heizung, Elektrogeräte und Licht in Betrieb nehmen soll. Mit der eigenwilligen Lichtschalter-Konstruktion Switch me! von JOSSELIN ZAÏGOUCHE – seines Zeichens freiberuflicher Designer aus Paris – wird die Entscheidung, das Licht einzuschalten, sogar zur echten Mutprobe…

Der Schalter im dunkelgrünen Mausefallen-Design haut einem nämlich kräftig auf die Pfoten, sobald man diesen betätigt. Ich würde sagen: Eine außergewöhnliche und sicherlich höchst effektive Methode, um den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren. Wesentlich romantischer scheint hier der Griff zur guten alten Kerze. Das schont nicht nur Umwelt und Geldbeutel, sondern auch die Finger. Zumindest so lange man sich diese nicht am flüssigen Kerzenwachs verbrennt! 🙂

(Bildquelle: www.josselinz.com)

Frage und Antwort

Sind Sie ein Messie? Wie schlagfertig sind Sie? Wer warst du in deinem letzten Leben? Welcher Song passt zu Ihrem Charakter? Was für ein Getränk bist du? – Ich muss gestehen: Ich mag Frage-Antwort-Spielchen wie diese! Schon allein, weil ihre Themen so vielfältig, seriös, interessant, verrückt oder auch schwachsinnig sind wie all die Menschen, die sich Tag für Tag im World Wide Web tummeln. Nachfolgend möchte ich allen Freunden und Fans von Online-Tests meine persönlichen Favoriten zu den Themen „Green IT“ und „Umweltschutz“ vorstellen und somit zum Mitmachen animieren…

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Bereit zum Senkrechtstart, Teil 2

Willkommen zurück in der spannenden Welt der Startup-Unternehmen! Weiter geht es dieses Mal mit dem Aufsehen erregenden Vorhaben des amerikanischen Startups eSolar. Ihr Ziel: Sonnenenergie, so billig wie fossile Energieträger. Gelingen soll dies nicht etwa durch Photovoltaik, sondern Solarthermie…

Bill Gross, seines Zeichens Aufsichtsratvorsitzender von eSolar und New Economy-Legende, erklärt in einem Interview mit Technology Review: „Photovoltaik wird nie mit Kohleenergie konkurrieren können. Solarzellen sind nicht das einzige, was teuer ist. First Solar (…) hat die Kosten bei den aktuellen Modulen inzwischen zwar auf 90 Cent pro Watt senken können. Aber selbst wenn sie die Zellkosten bis auf null Cent runterschrauben, hilft das nicht.“ Grund dafür: zusätzliche Kosten, die durch die fachkundige Installation und den Nutzungsgrad der Anlage verursacht werden.

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Hässliche Schönfärberei

200 Mal. So oft schwindelt sich unsereins jeden Tag durchs Leben. Das behaupten zumindest Lügenforscher. Dabei sehen sie das Flunkern – sofern es sich nicht um böse oder gemeine Lügen handelt – als eine Art gesellschaftliches Schmiermittel, ohne das unser soziales System nicht funktioniert. An einem lügenlosen Tag würden wir vielen Mitmenschen vor den Kopf stoßen oder sogar sehr unglücklich machen. So gerechtfertigt das Lügen uns sein mag – für Industrie und Wirtschaft gilt diese Regel nicht. Besonders dann, wenn es darum geht, die Verbraucher durch vorgegaukelte Umweltschutz-Absichten an der Nase herumzuführen… weiterlesen »