Hurtiger Himmelsbote

BrieftaubeDamals, vor vielen vielen Jahren, noch bevor es Telegraphen gab, galt die Brieftaube als einzige Möglichkeit, um Informationen – vor allem militärischer Art – schneller und unauffälliger zu übermitteln als beispielsweise durch einen Reiter. Heute, viele viele Jahre später, gilt die Brieftaube als ernstzunehmende Konkurrenz zum Breitband-Internet…

Klingt komisch? Ist aber so. Zumindest, wenn man einem im September veröffentlichten Heise-Beitrag Glauben schenkt. Als nämlich ein südafrikanisches Unternehmen die Datenübertragungs-Geschwindigkeit seiner Internet-Verbindung mit der einer Brieftaube verglich, zog die Internetverbindung den Kürzeren:

„(…) Allerdings kam dabei nicht das im RFC 1149 standardisierte Verfahren zum Einsatz, sondern eine Art Jumbo-Frames: Die Rennveranstalter spielten 4 GByte auf einen USB-Stick, den sie der Taube mitgaben. Inklusive Auslesen dauerte die Übertragung über rund 63 Kilometer Luftlinie gut zwei Stunden. Das ergibt rechnerisch eine Bandbreite von rund 4 MBit/s. (…)“

Fazit des ungewöhnlichen Wettstreits: Wenn es um die Bewertung einer Internetverbindung geht, zählt nicht nur Bandbreite – sondern auch Latenz, Verfügbarkeit und Paketverlustrate.

Übrigens: Die Idee zu diesem einzigartigen Wettrennen kam einem Angestellten des Unternehmens, der sich mehrfach über die langsame Übertragungsgeschwindigkeit geärgert hatte. Der Gewinner des Rennens, eine Brieftaube namens Winston, ist mittlerweile fest beim Unternehmen angestellt und erfreut sich auf der sozialen Netzwerk-Plattform Facebook größter Beliebtheit. Interessierte Unternehmen können ihn dort unter dem Namen „Winston the Pigeon“ finden und bei Bedarf abwerben… ;-)

(Bildquelle: mecklenburgische-schweiz.com)

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