… der hat schon? Von wegen! Wenn es um die Nutzung von Green IT-Fördermitteln geht, verhalten sich deutsche Unternehmen überaus bescheiden. Vielleicht ja auch, weil die entsprechenden Förderprogramme der Bundesregierung immer noch zu wenig bekannt sind?
Dies schlussfolgert zumindest das „Green IT Beratungsbüro“ – ein gemeinsames Unternehmen des Bundesumweltministeriums (BMU), Umweltbundesamtes (UBA), der KfW-Bankengruppe sowie des Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.). Ihre Behauptung: Die Unternehmen beschäftigen sich viel zu wenig mit möglichen Einsparpotentialen ihrer IT-Systeme. Die Folge: Auch bereitgestellte Fördermittel dümpeln ungenutzt vor sich hin.
Eigentlich sehr schade, denn auf diesem Weg kann sich der Gedanke von grüner, nachhaltiger IT nicht angemessen weiterentwickeln. Darüber hinaus bleibt ein nicht unbeachtlicher Fördertopf ungenutzt: Denn schon Anfang des Jahres wurde das Umweltinnovationsprogramm des BMU um den Schwerpunkt „IT goes green“ erweitert – mit einer geplanten Bereitstellung von 25 Mio. Euro Fördergeld. Dieses Geld soll sogenannten Green IT-Pionieren zufließen, die in innovative Informations- und Kommunikationstechnik investieren, wie z.B. energieeffiziente Serverlösungen, verbesserte Rechenzentrums-Infrastrukturen, Server-based-Computing-Projekte und mehr.
Zur Breitenförderung im Rahmen des ERP Umwelt- und Energieeffizienzprogramms stehen darüber hinaus günstige Kredite zur Finanzierung von IT-Projekten bereit, die der Energieeffizienz-Steigerung dienen. Unternehmen wie auch Freiberufler können diese Kredite beantragen, wenn ihr Vorhaben eine Energieeinsparung von mindestens 20% ermöglicht.
Fazit: Trotz ausreichender Fördermittel fehlt es deutschen Unternehmen an zukunftsweisenden Ideen zum Einsatz „grüner“ IT. Und wer auf wirtschaftlich vorteilhafte Einsparmöglichkeiten dank Green IT-Maßnahmen verzichten kann, scheint sein Geld trotz Finanzkrise wohl gerne zu „verpulvern“…
(Bildquelle: www.hallo-frau.de)

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