Wenn Sie jemand bitten würde, spontan eine umweltfreundliche Art der Energiegewinnung zu nennen, was würde Ihnen dann als erstes einfallen? Wasserwerke? Windräder? Oder vielleicht doch allen voran Solarenergie? Doch wie „sauber“ und umweltfreundlich sind Solarmodule wirklich?
Darauf, dass die Gewinnung von Sonnenstrom mittels so genannter Photovoltaik-Anlagen auch nicht unerhebliche Schattenseiten hat, wies nun die amerikanische Umweltschutzorganisation Silicon Valley Toxis Coalition (SVTC) hin:
„Bei der Herstellung der am weitesten verbreiteten Photovoltaikmodule werden Materialien und Fertigungstechniken eingesetzt, die aus der Chipindustrie stammen. Am Ende ihres Lebenszyklus, der etwa 20 bis 25 Jahre beträgt, werden sie große Berge aus Elektronikschrott hinterlassen.“
Doch damit nicht genug: Laut SVTC kommen bei der Herstellung der Photovoltaik-Module teilweise nicht nur hochgiftige Stoffe zum Einsatz – sondern auch solche, von denen nicht abzuschätzen ist, welche Folgen diese für Mensch und Umwelt haben werden. Bedeutet dies also, dass es sich bei Solarenergie um den sprichwörtlichen Wolf im Schafspelz handelt?
Nicht, wenn die Hersteller der Photovoltaikanlagen vorrangig auf den Einsatz schädlicher Stoffe verzichten und ihre Produktionsmethoden auf ihre Umweltverträglichkeit hin überprüfen würden. SVTC schlägt außerdem vor, die betreffenden Unternehmen zur Rücknahme und Wiederverwertung ausgedienter Module zu verpflichten.
Fazit: Ob der Appell der SVTC ausreicht? Klingt fast so, als ob die gesamte Menschheit momentan einem kollektiven Intelligenztest ausgesetzt würde. Bin gespannt, wie wir reagieren. Mit Erfindergeist? Oder mit einem Ansteckbutton:


Ein Kommentar
Schreibe einen Kommentar»das ist heftig! Der Boom der Solarenergie kommt doch wiederum hauptsächlich von den zu erwartenden Förderungen und der Möglichkeit, ungenutzten Strom bei den Stadtwerken einzuspeisen. Da wäre es doch einfach, die umweltfreundliche Herstellung der Module zur Bedingung zu machen. Ich wünsche mir langsam einen Button “Kurzsichtigkeit NEIN DANKE”. Der ist immerhin wiederverwendbar