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Superlativen

Thema heute: Superlative. Im Allgemeinen versteht man darunter die höchste Stufe einer Steigerung, also etwas nicht Überbietbares. Im Bezug auf das World Wide Web dagegen könnte man darunter den Stromverbrauch verstehen, der durch das Eingeben von Suchanfragen, das Ansehen von Bildern und Videos und mehr verursacht wird.

Erst vor kurzem warnte die britische Zeitung „The Guardian“ davor, dass der Stromverbrauch des Internets viel zu hoch sei. Hauptursache dafür sind all die Rechenzentren, die das Internet am Leben erhalten. Genaue Zahlen lassen sich allerdings nicht herausfinden – aber Schätzungen. Und die sehen laut eines aktuellen Spiegel-Berichts so aus:

„Wie beachtlich der Energieverbrauch tatsächlich ist, hat die US-Umweltbehörde zuletzt 2006 ausgerechnet. Schon damals verbrauchten die amerikanischen Rechenzentren 61 Milliarden Kilowattstunden Strom, genug Energie, um Großbritannien zwei Monate lang zu versorgen. (…) Mittlerweile, so der “New Scientist”, gibt es 1,5 Milliarden Websurfer. Aufgrund dieser Entwicklung, so wird geschätzt, belaufe sich der Energiebedarf der Internet-Rechenzentren auf rund 152 Milliarden Kilowattstunden. Auf dem kommerziellen Frage-Antwort-Portal UClue rechnet David Sarokin sogar vor, der weltweite Energiebedarf des Internet samt der daran angeschlossenen Computer, Kühlanlagen und Netzwerk-Hardware könnte sich bereits auf 867 Milliarden Kilowattstunden summieren.“

Dass immer mehr Unternehmer versuchen, die Energiekosten ihrer Rechenzentren zu senken, ist daher keine Überraschung. Über Pläne, mit Rechenzentren Wohngebiete zu beheizen oder diese auf hohe See zu verlegen, um sie mittels Meerwasser kühlen zu können, wurde in diesem Blog ja bereits berichtet. Aber:

„(…) noch existieren solche Öko-Rechenzentren nur auf dem Papier. Einen Weg, wie man den Internet-Energiebedarf schneller senken könnte, glauben Forscher der University of Berkeley gemeinsam mit Experten von Intel und Microsoft gefunden zu haben. Sie wollen den Fluss der Daten durch das Internet einfach ausbremsen, wenn auch nur ein klein wenig. (…)“

Umgesetzt werden könnte dies beispielsweise durch die Glättung von Datenströmen, die Verzögerung der Auslieferung von Datenpaketen um Millisekunden – oder indem Datenpakete zusammengefasst und geballt verschickt werden. Theoretisch wären hierbei Einsparungen zwischen 40 bis 80 Prozent möglich.

Theoretisch. Höchste Zeit also, Einsparungsmaßnahmen wie diese in die Tat umzusetzen. Denn, praktisch gesehen, ist mit geschätzten 867 Milliarden Kilowattstunden leider noch nicht der Superlativ des Internet-Stromverbrauches erreicht…

Ein Kommentar

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  1. Neo2
    16. Juli 2009 (10:18) | Permalink
    1

    Wow, zum Thema Stromverbrauch in Deutschland hat zdnet auch ein paar interessante Studienergebnisse veröffentlicht:

    http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_telekommunikation_computer_und_tv_fuer_10_prozent_des_stromverbrauchs_in_deutschland_verantwortlich_story-39001023-41006244-1.htm

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