Seien wir doch mal ehrlich: Über Umweltschutz reden können wir viel – aber setzen wir die dafür notwendigen Maßnahmen im alltäglichen Leben auch immer konsequent um? Wohl eher nicht. Damit wir zukünftig sparsamer mit unseren Wasser- und Energieressourcen umgehen, brauchen wir wahrscheinlich des Öfteren den sprichwörtlichen „Tritt in den Hintern“…
Das dachte sich wohl auch die Designerin Elisabeth Buecher und entwickelte frei nach dem Motto „Wer nicht sparen will, muss fühlen“ zwei Duschvorhang-Modelle, die besonders alle Freunde des ausgiebigen Feuchtzellenbenutzens dazu zwingen, ihren Wasserverbrauch enorm einzuschränken. Und das funktioniert so:
Modell Nummer 1 – liebevoll „Spiky“ genannt – lässt einem genau 4 Minuten Zeit zum Duschen. Dann plötzlich fährt der zunächst friedliche Plastikvorhang lange Spitzen aus, die einen förmlich aus der Nasszelle schubsen. Zumindest kann man nach Ausfahren der luftigen Stacheln nur unter erschwerten Bedingungen weiter duschen, da diese den kompletten Raum der Nasszelle einnehmen.
Noch einen Tick radikaler dagegen ist das 2. Modell namens „Trap“: Dieser Vorhang bläst sich automatisch um den Duschenden herum auf. Und zwar im gemäßigten Tempo, so dass man 4 Minuten duschen kann, bevor man von ihm „gefangen“ wird. Kein wirklich angenehmer Zustand, wenn man sich das dazu passende Foto ansieht…

Sicher ist, dass diese radikalen Duschvorhang-Modelle keinen reißenden Absatz in den hiesigen Badezimmerausstattungs-Abteilungen finden werden. Das sollen sie aber auch nicht. Vielmehr möchte die Designerin damit auf unseren exzessiven Wasserverbrauch aufmerksam machen und zum Wassersparen zugunsten unserer Umwelt anregen.
Ich persönlich wäre schon am Erwerb eines Spiky-Modells interessiert. Nicht nur den Duschbereich, sondern das gesamte Badezimmer mit seinen Stacheln ausfüllend installiert, würde sich die ohnehin viel zu lange Zeit, während der meine Angetraute morgendlich das Badezimmer blockiert, um ein Vielfaches verkürzen…
(Bildquelle: © Elisabeth Buecher)
2 Kommentare
Schreibe einen Kommentar»na das scheint ja ganz witzig – aber 4 Minuten sind selbst mir zu kurz. Wie Du schon sagst, lieber Netzheimer, sie sollen eben zum Nachdenken anregen und das hat zumindest dein Artikel geschafft
4 Minuten ?? Genau meine Zeitspanne unter der Dusche … aber was passiert, wenn man gerade ein schönes warmes Bad nehmen will oder ich beim Bad putzen mal etwas zu langsam bin? Das wäre mir dann doch ein zu tiefer Einschnitt in meine Badezimmeraktivitäten
Trotzdem … witzige Idee von Frau Buecher