Thema heute: Sensibilität. Diese wäre zum Beispiel bei ehrlich veranlagten Menschen wünschenswert, die sich in Anbetracht des grün-gelb-karierten Sommerkleid-Albtraums ihrer Arbeitskollegin ein „Sorry, aber darin siehst du aus wie ein Kartoffelsack auf LSD“ nicht verkneifen können. Doch auch im Technik-Bereich wäre in manchen Fällen ein bisschen mehr Sensibilität gefragt (ja, es gibt leider immer noch Touchscreen-Handys, die auf zartes Fingertippen nicht im Geringsten reagieren)…
Ein gutes Exempel für technische Sensibelchen sind zwei neue LCD-Flachbildschirm-Modelle des japanischen Computermonitor-Fabrikanten Eizo. Um Energie zu sparen, wurden diese nämlich mit einem Bewegungssensor ausgestattet. Das Ganze funktioniert so: Der Sensor erkennt, ob sich vor dem Bildschirm etwas bewegt – sprich ob jemand anwesend ist. Ist dies nicht der Fall, wechselt der Monitor automatisch in den Ruhemodus. Sobald sich etwas vor dem LCD regt, springt dieser natürlich wieder an.

In Sachen „Empfindlichkeit“ setzen die Eizo-Bildschirme aber noch eins drauf. Über den Bewegungsmelder hinaus passt ein Helligkeitssensor die Schirmleuchtdichte an das Umgebungslicht im Raum an. Ein zusätzlicher, netztrennender Schalter sorgt dafür, dass die LCDs im ausgeschalteten Zustand keine Energie aufnehmen. Mmmh, also irgendwie kommt mir dieses Konzept verdächtig bekannt vor…
Bei den Verbrauchern werden die Modelle sicherlich auch einige Fragen aufwerfen, wie z.B.:
- Schaltet sich der LCD auch aus, wenn ich konzentriert lese oder einen Film gucke – und mich dabei nicht bewege?
- Wie reagiert der Bewegungsmelder, wenn eine dicke Stubenfliege ihre Flugbahnen vor eben diesem zieht?
- Könnte mich der Bildschirm beim Büroschlaf verpetzen?
Letztere Frage ist natürlich rein hypothetisch…
(Bildquelle: heise.de)
