„Drum prüfe, wer sich lange bindet, ob er nicht was Grüneres findet!“ So oder so ähnlich könnte das aktuelle Motto von IBM lauten. Der seines Zeichens weltweit zweitgrößte Softwarehersteller plant nämlich, seine zahlreichen Partnerfirmen für ihr Engagement in Sachen Umweltschutz zukünftig zu kennzeichnen. Laut eines Artikels auf heise.de müssen die Partnerfirmen im Rahmen des Programms „Ready for IBM Energy & Environment“ nachweislich „(…) umweltfreundliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die sorgsam von Ressourcen wie Wasser, Strom und Papier Gebrauch machen.“

Dabei liegt die Messlatte des amerikanischen IT-Riesen laut eigenen Angaben ziemlich hoch. Dies möchte man gerne glauben, wenn man erfährt, dass im ersten Schritt des Programms nur ca. 30 der fast 100.000 Partnerunternehmen den Validierungs-Anforderungen gerecht werden…
Was auf jeden Fall sicher ist: Mit dem „Ready for IBM Energy & Environment“-Programm liegt IBM voll im Umwelt-Trend. Denn laut einer auf der CES präsentierten Studie der CEA (Consumer Electronics Association) legen Kunden immer größeren Wert auf die Umweltfreundlichkeit von IT-Produkten. Für ein grünes Produkt sind die Käufer sogar gerne bereit, einen höheren Preis zu zahlen.
In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass es sich bei dem neuen Kennzeichnungs-Programm von IBM nicht nur um eine geschickte Marketingmaßnahme zum Aufbau eines grüneren Images handelt. Schließlich gaben laut o.g. Studie 65% der befragten Personen an, dass sehr viele Unternehmen mit ihrer Green IT-Werbung zu weit gehen. Daher mein Tipp an alle „grün“ werbenden IT-Unternehmen: Schön verpackten Umweltschutzversprechen sollten Taten folgen, ansonsten wirkt man irgendwann nicht mehr glaubwürdig. Und dabei ist Glaubwürdigkeit – laut dem israelischen Journalisten Daniel Dagan – doch eine einfache Sache: Man sagt, was man tut und man tut, was man sagt…
(Bildquelle: IBM)
