Frage: Was ist ungefähr so groß wie ein Fuß, sieht eher hässlich als kleidsam aus und verleiht der Redewendung „Wasser marsch!“ eine völlig neue Bedeutung? Genau: Japans aktuellster „Geniestreich“ in Sachen Energiegewinnung…
Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine Sandale mit Generator, die während des Laufens Elektrizität erzeugt – und deren Prototyp kürzlich von Japans Telekommunikations-Marktführer NTT (Nippon Telegraph and Telephone) vorgestellt wurde.
Und so funktioniert die Generatorsandale: Der Träger läuft quasi auf Wasser, da ein mit Flüssigkeit gefülltes Kissen und eine Miniaturturbine in der Schuhsohle integriert sind. Mit jedem Schritt setzen sich das Wasser und somit auch die Turbine in Bewegung, wobei Elektrizität in Höhe von ungefähr 1,2 Watt erzeugt wird. Diese Menge reicht beispielsweise dazu aus, um einen mp3-Player am Laufen zu halten – zumindest so lange man in Bewegung bleibt!
NTT bemüht sich derzeit darum, die Elektrizitätskapazität der High-Tech-Latsche zukünftig auf bis zu 3 Watt zu erhöhen, um auch ein Handy während des Gehens mit Strom versorgen zu können. Im Jahr 2010 soll der Schuh schließlich in Serienproduktion gehen.
Mein Fazit: Aufgrund ihrer (derzeit noch) nicht vorhandenen Ästhetik, wird der Träger dieser Elektro-Sandale wohl eher spöttische als bewundernde Blicke auf sich ziehen. Und wenn man bedenkt, dass mit dem Musikspaß immer dann Schluss sein soll, sobald man stehen bleibt, wären mir persönlich in den mp3-Player integrierte Solarzellen als „natürlicher“ Stromerzeuger lieber.
Für all diejenigen, die die Geratorsandale in 2 Jahren trotzdem kaufen möchten, wird wahrscheinlich jeder Spaziergang zum Dauerlauf, ganz unter dem Motto „Jetzt bloß nicht aus den Latschen kippen.“
(Bildquelle: AFP)
