Ich gestehe: Auch ich scheine ein vollwertiges Mitglied unserer so genannten „Wegwerfgesellschaft“ zu sein.
Dazu ein aktuelles Beispiel: Statt meine kaputte Lieblings-Sonnenbrille nach der letzten „Sonnenbrille-auf-dem-Autositz-vergessen-und-versehentlich-darauf-gesetzt“-Aktion wieder reparieren zu lassen, habe ich das gute Stück im Müll entsorgt und für dessen Nachgänger beim hippen Optiker um die Ecke teuer bezahlt.
Doch nicht nur leicht demolierte Mode-Accessoires, Lebensmittel oder etwa Kleidungsstücke werden heutzutage schnell durch einen Neukauf ersetzt – auch USB-Sticks zählen immer mehr zu Wegwerfprodukten, die unsere Müllberge weiter anwachsen lassen.
Das soviel Müll nicht gut für die Umwelt ist, hat auch der in Hongkong ansässige Elektronikhersteller Hoshino erkannt, und jüngst den ersten kompostierbaren USB-Stick entwickelt. Dieser besteht aus einem Kunststoff namens Polyactid. Dieser wiederum wird aus Mais hergestellt und ist ökologisch korrekt kompostierbar.
Und weil es ja nicht ausschließlich bei uns Menschen auf die inneren Werte ankommt, besteht nicht nur das Gehäuse dieses handlichen Datenspeichers aus biokompatiblem Kunststoff, sondern auch dessen innere Technik. Wann der kleine Wunderkolben auf den Markt kommt und wie viel er kosten wird, ist bis jetzt noch nicht klar.
Ich persönlich würde mir ja gerne einen dieser Sticks zulegen. Aber kann ich das mit meinem Gewissen vereinbaren? Schließlich würde ich in diesem Fall meinen alten USB-Stick wegwerfen und somit ab auf den nächsten Plastikmüllberg verfrachten…
(Bildquelle: www.hoshino.hk)