Traurig, aber wahr: Auch in den zahlreich wachsenden „Herden“ klimafreundlicher Unternehmen tummeln sich einige schwarze Schafe.
Diese zu entlarven und ihre Machenschaften an die Öffentlichkeit zu bringen, haben sich eine Hand voll Journalisten zur Aufgabe gemacht. Unter dem Projekt „Klima-Lügendetektor“, welches vom Greenpeace Magazin und der Webseite wir-klimaretter.de getragen wird, versuchen sie, Klimaschutzversprechen verschiedener Unternehmen mit der Wirklichkeit zu vergleichen.
Negativ aufgefallen ist den engagierten Schreiberlingen beispielsweise Deutschlands größter Ökostrom-Anbieter Lichtblick mit derzeit mehr als 400.000 Kunden. Diesen sichert Lichtblick zu:
Seit 2003 wird unser Strom vollständig aus regenerativen Energiequellen wie Wasser, Biomasse, Sonnenenergie oder Windkraft erzeugt.
Nach einem Artikel aus der Financial Times Deutschland hat der Stromanbieter jedoch seit Dezember 2006 wiederholt Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken an der Leipziger Strombörse erworben. 2007 machte diese „unsaubere“ Energie ca. 2 Prozent der Strommenge aus, die Lichtblick-Kunden vom ihrem angeblich grünen Stromanbieter bezogen haben.
Lichtblick nahm zu diesem Artikel Stellung und argumentierte: Man könne gar nicht anders, als den Strom, „der zur Kompensation von kurzfristig auftretenden Abweichungen zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Verbrauch der Kunden erforderlich ist“, auf dem grauen Markt zu kaufen. Alternativen gebe es nicht.
Doch das ist nicht wahr: Andere Ökostrom-Anbieter wie beispielsweise Greenpeace Energy kaufen auch den so genannten „Regelstrom“ umweltschonend ein. Das ist vielleicht teurer, geht aber nicht auf Kosten der Ehrlichkeit den Kunden gegenüber.
Weitere Infos unter: www.klima-luegendetektor.de
(Bildquelle: TV-Werbespot der GEZ)
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