Heute hat mein Chef wieder mal meine Ehrlichkeit zu spüren bekommen. Denn jetzt hat der große Hype um das Thema „Green IT“ auch unsere Firma erreicht. Laut meinem Chef sollen wir ab sofort „grüner“ werden. Er sagte, ich solle sofort prüfen, wie der Stromverbrauch unseres Rechenzentrums in Zukunft reduziert werden kann. Danach folgte eine 10-minütige Moralpredigt über die heutige Wichtigkeit des Umweltschutzes. Da musste ich meinen Chef gleich mal darüber aufklären, dass „Umweltschutz“ nicht wirklich ein neuer Trend ist. Und mal ehrlich: Jemand, der ein Auto mit dem ungefähren Kraftstoffverbrauch eines mittelgrossen Sattelschleppers fährt, muss mir keine Vorträge über den Klimaschutz halten.
Wie auch immer: Ich habe das Internet nach Möglichkeiten durchforstet, um unser Unternehmen „grüner“ zu gestalten. Als erstes natürlich bei Wikipedia:
Unter dem Stichwort Green IT versteht man Aktivitäten, die Nutzung von Informationstechnologie (IT) über deren gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten, also vom Design zur Produktion über die Verwendung bis zur Entsorgung bzw. dem Recycling der Technologie. Dabei stehen zwei Themen im Vordergrund: Zum einen der Energieeinsatz bei der Produktion und der Nutzung von Hardware (beispielsweise Server, PCs, Monitore und Drucker) und zum anderen die verwendeten Materialien und Produktionsmittel.
Interessant. Das hat mein Chef nicht bedacht, Strom allein ist es nicht.
Interessant ist auch das Ergebnis einer Studie, auf die ich wenig später gestoßen bin und die mich zum Nachdenken angeregt hat. Doch dazu mehr in meinem nächsten Blog. Ich muss jetzt nämlich nach Hause und läute meinen Feierabend mit einer echten Energiesparmaßnahme ein: Ich schalte nun meinen Rechner aus…
